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Thermodynamik im Wortsinn hat was mit
Temperatur und Dynamik zu tun. Das Wort "Temperatur" impliziert, dass wir ein
Ensemble oder System
betrachten, das Wort "Dynamik"
impliziert, dass sich im betrachteten System etwas ändert. |
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Bevor wir uns Begriffen wie
Temperatur oder gar "Entropie" näher zuwenden, definieren wir
erst mal was genau ein "System" ist. In der harten Physik benutzt man
gern das Wort "Ensemble" statt System und macht noch ein paar
Fallunterscheidungen, wir verwenden ab jetzt aber nur noch den Ausdruck
"System" ohne weitere
Differenzierung. |
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Im folgenden wird der gelernte Physiker oder
Materialwissenschaftler deshalb viele Ungenauigkeiten oder
"eigentlich" unzulässige Vereinfachungen finden. Sei's drum. Wir
machen hier "Thermodynamik" nicht weil es so eine tolle Wissenschaft
ist, sondern nur um die allernotwendigsten Begriffe kennen zu lernen, die man
für Halbleiter usw. unbedingt braucht. |
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Was ist ein thermodynamisches System?
So weit es uns betrifft reicht die folgende Definition: |
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| Ein thermodynamisches System
besteht aus einer großen Zahl von Teilchen, die miteinander in
Wechselbeziehung stehen. |
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Was bedeutet "Große Zahl"? Nehmen
wir als Beispiel ein kleines Teilchen, das wir so gerade noch sehen
können, also ca. 0,1 mm3 = 0,1 · 1018
nm3 groß. Ein Atom, das
wissen wir jetzt,
ist ca. 0,3 nm3 groß. in unserem mikroskopisch kleinen
Teilchen stecken also rund und roh 1018 Atome - eine durchaus
große Zahl. |
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Was wir uns ungefähr merken ist die
Avogadrokonstante = Zahl der Teilchen in
einem Mol = 6 · 1023 mol1. |
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Statt diese Definition lange zu
diskutieren schauen wir uns drei Beispiele an, um uns noch den einen oder
anderen Punkt zu verdeutlichen. |
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Wir betrachten insbesondere die
innere Energie U, d.h. was
energetisch noch bleibt, nachdem man äußere Energien, wie z.B. das
Gravitationspotential oder die kinetische Energie, die allen Teilchen gemeinsam
ist, abgezogen hat. In anderen Worten: es ist uns gleichgültig ob unser
Kristall bei Höhe Normalnull (= 0 m; mgh = 0
eV) sitzt, auf der Spitze des Mount Everest oder auf dem Mond, oder ob wir
ihm mit dem Auto durch die Gegend fahren und damit
½mv2Auto zusätzliche äußere
Energie einbringen. |
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Die drei unten gezeigten System
sollen auch soweit abgeschlossen sein, dass
sich die Zahl der beteiligten Teilchen nicht ändert. Das heißt
schlicht, dass das Gas in einem Kasten eingesperrt ist, und der Kristall eine
feste Größe hat. |
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| Gas |
Kristall -
Atome |
Kristall - freie
Elektronen |
Ein (einatomiges) Gas |

Ein Kristall |

Ein "Elektronengas" |
| Die drei Systeme
(bei Temperatur T) in einer Momentanbetrachtung |
Die Atome (oder auch Moleküle)
fliegen mit konstanter Geschwindigkeit (angedeutet durch braune Pfeile) durch
den verfügbaren Raum. Dies ist eine Momentaufnahme mit ganz kurzer Belichtungszeit.
Wenige Mikroekunden später sehen die
Pfeile überall anders aus, da sich durch Stöße die
Geschwindigkeitsvektoren ständig ändern. Das neue Bild ist aber im
Prinzip dem alten sehr ähnlich. |
Die Atome schwingen in ihrem
Potentialtopf
(symbolisiert durch Federn) um die Gleichgewichtslage. Dies ist eine Momentaufnahme mit Bezug auf die Geschwindigkeiten
mit ganz kurzer Belichtungszeit.
Wenige Nanosekunden später sieht im Details
alles anders, im Prinzip aber gleich aus.
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Die Elektronen (oder auch
"Löcher") fliegen mit konst. Geschwindigkeit (angedeutet durch
braune Pfeile) durch den verfügbaren Raum. Dies ist eine Momentaufnahme mit ganz kurzer Belichtungszeit.
Wenige Picosekunden später sehen die
Pfeile überall anders aus, da sich durch Stöße die Vektoren
ständig ändern. Das neue Bild ist aber im Prinzip dem alten sehr
ähnlich. |
| Die drei Systeme im
Zeitmittel |
| Die Summe der in den individuellen
Bewegungen der Atome steckenden inneren
Energie U = S½mv2 ist konstant.
Damit kann man einem Atom (und auch Molekül unter Berücksichtigung
möglicher Rotationsenergien) eine mittlere
Energie zuordnen. |
Die in der Schwingung der Atome
steckende innere Energie U
=S(Upot +
Ukin) ist konstant.
Damit kann man einem Atom eine mittlere
Energie zuordnen |
Die "irgendwie" in den
Elektronen steckende innere Energie
U ist konstant. |
| Die Natur der
beteiligten Teilchen |
Die Atome / Moleküle im Gas darf
man noch wie klassische "Massenpunkte" behandeln.
Aus quantenmechanischer Sicht verhalten sie sich wie
Bosonen,
d.h. sie dürfen alle denselben
Zustand =
Energie haben |
Die Atome im Kristall darf man
bezüglich ihrer "Mechanik" noch wie klassische
"Massenpunkte" an Federn behandeln.
Aus quantenmechanischer Sicht verhalten sie sich wie
Bosonen,
d.h. sie dürfen alle denselben
Zustand =
Energie haben |
Die Elektronen im Kristall
unterliegen voll der Quantentheorie.
Sie sind Fermionen und max.
2 (Spin "rauf" bzw.
"runter") können denselben
Zustand
besetzen. |
| Verfügbare
Zustände / Energien |
| Verfügbare Energien bilden ein
Kontinuum, beginnend bei U = 0 eV sinnvollerweise für die
Geschwindigkeit v = 0 cm/s. |
Verfügbare Energien bilden ein
Kontinuum, beginned bei U = 0 eV, sinnvollerweise für
Schwingungsamplitude = 0 cm. |
Die verfügbaren Zustände
mit den zugehörigen Energien sind i.d.R. diskret; die Zustände sind
i.d.R. bezüglich der Energie mehr oder weniger
entartet
(mehrer unterschiedliche Zusände haben dieselbe Energie).
Die Zustände für die hier betrachteten "freien" Elektronen
sind in Bändern
angeordnet. |
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Erste
Schlussfolgerung: Bei allen drei Systemen wird nach hinreichend
langer Zeit (ns - ms) ein Gleichgewicht derart erreicht sein, dass: |
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Überall (= in jedem Volumenelement
dV >> Teilchengröße) ist die Situation im Mittel dieselbe, d.h. die Teilchen haben im Mittel dieselbe Energie. |
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Warum? Das
ist die zentrale Frage! Weil sich denkbare Unterschiede im Laufe der Zeit durch
die Wechselwirkung (= Stöße) nivellieren. Schauen wir das System
"Gas im geschlossen Hörsaal" an: Wenn in einer Ecke die
Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle aus irgendeinem Grund plötzlich
viel schneller wären als der Rest, werden sie bei jedem Stoß mit
einem langsameren Kollegen im Mittel mehr
Energie abgeben als aufnehmen - solange, bis alle wieder im Mittel gleich sind. Für die Elektronen gilt
das genauso. |
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Das ist uns aus dem täglichen Leben so
wohlvertraut, dass wir die Einstellung des so beschrieben
Gleichgewichts gar nicht mehr
hinterfragen. |
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Wir können diesen alltäglichen
Sachverhalt, dass ich bei Vorliegen eines
Gleichgewichts
im Mittel räumlich und zeitlich nichs
mehr ändert auch so ausdrücken: |
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| Im Gleichgewicht ist die
Besetzung der verfügbaren Energieniveaus überall und immer diesselbe. |
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Wenn links unten im Gas im einem Volumenelement
von ca. 10 nm3 im Mittel 234 Atome mit
½mv12 herumflitzen, 86 mit
½mv22 und v2 >
v1, während es bei v3 > v2
nur noch 17 Teilchen sind, dann wird in einem gleichgroßen
Volumenelement irgendwo an der Spitze des Ortsvektors r es
im Mittel genauso sein. |
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Falls wir ein derart definiertes Gleichgewicht
haben, ist die innere Energie offenbar gleichverteilt. |
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Zweite
Schlussfolgerung / Definition: Bei Gleichverteilung
der Energie = Gleichgewicht erhält die im System steckende konstante
innere Energie U für klassische Teilchen einen eigenen Namen. Als
Maß für die
innere Energie benutzen wir das uns bereits bekannte Wort (absolute)
"Temperatur"; immer
gemessen in K (Grad Kelvin). |
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Damit haben wir erstmals den
Alltagsbegriffbegriff "Temperatur" sauber definiert. Als formale
Definition der Temperatur benutzen wir den sogenannte
Gleichverteilungssatz. Wir
kennnen
ihn schon (wenn auch nicht unter diesem Namen), er lautet: |
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Bei der (absoluten)
Temperatur T hat ein
klassisches Teilchen
in einem Teilchensysten (Kristall, Gas, ...) im
Mittel die innere (thermische) Energie
Utherm =
½fkT
(mit f = Zahl der Freiheitsgrade für Energieaufnahme).
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Auch die Bedeutung des ominösen
"f = Zahl der
Freiheitsgrade" haben wir uns schon angeschaut. |
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Wir halten nochmals fest:
- Für ein atomares Gas ist f = 3 entsprechend der 3
Möglichkeiten in x- y- und
z-Richtung kinetische Energie zu deponieren.
- Für zwei- oder mehratomig Gase ist f > 3 weil Energie
noch in diverse Rotationszustände
gesteckt werden kann.
- Für Kristallatome ist f = 6 (dreimal kinetische und
dreimal pot. Energie); vgl. das Bild oben
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Das ist aber für
ET&IT Studis nicht so wichtig. Es reicht vollständig und ist erforderlich zu wissen |
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Thermische Energie eines Teilchens
Utherm »
kT
Utherm(300 K) » 1/40
eV . |
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Zeit für eine Übung: |
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Wie ist das nun bei
nicht-klassischen Teilchen wie unseren
Elektronen? |
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Das Wort "Temperatur" hat für
unsere im Kristall herumsausenden Elektronen keine Bedeutung (oder eine ganz
andere als für unsere "klassischen" Atome). Das kann man ganz
leicht einsehen: Kühlen wir unser "Elektronengas" ab, müßte die innere
Energie bei Gültigkeit des Gleichverteilungssatzes im Extremfall auf
(nahezu) Null absinken. Das würde aber bedeuten, dass alle Elektronen auf
dem niedrigsten Energieniveau (bei E = 0) sitzen müssen - und damit alle denselben Zustand
besetzen. Da der Entartungsgrad immer sehr viel kleiner ist als die Zahl der
Elektronen, geht das nicht! |
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Herr Pauli hat's verboten! Das
Pauli
Prinzip ist absolut unverletzlich; es muss eingehalten werden. Die
Elektronen müssen deshalb auch die
energetisch höher gelegenen Niveaus besetzen; ihre gesamte Energie kann
deshalb nicht linear mit der Temperatur auf Null abnehmen. |
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Statt der Angabe einer pauschalen
Temperatur als makroskopische Kenngröße für das gesamte System,
müssen wir jetzt etwas differenzierter vorgehen. Wir brauchen zur
pauschalen Beschreibung eines "Elektronengases" im Kristall zwei Größen: |
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- Eine Zahl, nämlich den Wert der
Energie (in eV) bei der auch das letzte Elektron für minimale
Gesamtenergie (Bei T = 0 K) untergebracht werden kann. Diese
wohldefinierte Energie nennen wir Fermienergie; sie ist eine der wichtigsten
Kenngrößen für Halbleiter.
- Eine Funktion für die Zahl
z(E) (oder Dichte n(E), d.h.
z per cm3) die uns sagt, wieviele Zustände
es bei E gibt, d.h. wieviele Elektronen bei der Energie
E untergebracht werden können. Das ist so was wie der
Entartungsgrad.
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Diese beiden Systemgrößen werden in so
gut wie jeder Gleichung für Halbleiterbauelemente wie Transistoren
auftauchen, man kann sich gar nicht früh genug damit vertraut machen. |
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Dritte
Schlussfolgerung / Hinweis: Wenn wir beim System "Gas" nicht die (mittlere) kinetische Energie
E = ½mv2 der Teilchen betrachten, sondern
ihren (mittleren) Impuls =
mv, dann nennen wir das Mass für diesen mittleren Impuls den
Druck p. |
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Das muss man nicht unbedingt wissen; aber hier
ist ein Link zu einem Modul mit
Details für alle, die zumindest einmal nachsehen wollen, wie wir gerade
die gesamte Thermodynamik (im Prinzip) auf
schlichte Mechanik zurückgeführt haben. |
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Der berühmte 1. Haupsatz der Thermodynamik ist nichts
anderes als der uns wohlbekannte Energieerhaltungssatz. In den obigen
Betrachtungen steckt er schon drin ("Die Summe der in den individuellen
Bewegungen der Atome steckenden inneren
Energie ist konstant"). |
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Die "Berühmtheit"
kommt schlicht vom historischen Ballast: Solange völlig unklar war, was
"Wärme" eigentlich ist,
hatte die Thermodymanik eine Sonderstellung und ein Problem. Mit
"Wärmekraftmaschinen" wie den frühen Dampfmaschinen konnte
man einiges machen, es paßte aber nicht so recht zur damals schon
bekannten Newtonschen Mechanik. Die entscheidende Erkenntnis war, dass
Wärme Q, gemessen in Kalorien oder sonstwas, schlicht eine
Energieform ist; dieser
Link
gibt ein paar Hinweise auf die zugehörige Geschichte. |
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Man kann ihn auch so
formulieren |
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Mit DU = Änderung der inneren Energie
U des betrachteten Systems, DQ = zugeführte (differentiell kleine)
Wärmeenergie, DW = nach
außen geleistete (differentiell kleine) mechanische Arbeit,
läßt sich der 1. Haupsatz wie folgt formulieren: |
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Das ist der (differentielle) Energieerhaltungssatz unter Einschluß der
Wärmeenergie "Q". In Worten besagt obige
Gleichung: |
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Die (differentiell kleine) Änderung DU der im System vorhandenen inneren Energie
U ist gleich der (differentiell kleinen) zugeführten
Wärmeenergie Q minus der nach außen geleisteten
(differentiell kleinen) Arbeit W. |
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Statt dem "Änderungs
D" wird oft das "Differenzierungs
d" des
totalen
Differentials geschrieben, das ist aber nicht so ganz richtig.
Warum
das so ist kann man sich aus den Links zusammenreimen. Für unsere Zwecke
ist der feine Unterschied aber bedeutungslos. |
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Die nach außen geleistete
Arbeit resultiert in der Regel aus einer Volumenänderung - der paradigmatische Kolben
bewegt sich in einem Zylinder, z.B. in der Wärmekraftmaschine Benzin- oder
Dieselmotor. |
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So genau wollen wir das aber hier gar
nicht wissen. Wer nur mal sehen will wie's weitergeht, und wie man aus der
obigen simplen Gleichung noch allerlei herausholen kann, der betätige den
Link. |
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Was wir hier nur mal kurz auflisten
sind Fragen, die uns der 1.
Hauptsatz (auch bei intensiver Pflege) nicht beantwortet: |
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- Wie ist das mit der Verteilung der im
System steckenden inneren Energie U auf die Elektronen /
Fermionen?
- Allgemeiner: Nach welchem Prinzip ergibt sich der stabile Zustand des
Systems (= Gleichgewicht); der 1. Haupsatz alleine ist ja mit vielen
denkbaren Mikrozuständen
verträglich.
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In Worten: Der 1. Haupsatz
verlangt nur, dass Energie nicht aus Nichts
entsteht oder einfach verschwindet. Es ist ihm aber egal, ob die innere Energie
eines Gases nur in 10 Atomen steckt, oder gleichverteilt in allen. Es
ist ihm auch egal, ob die Atome im "Gleichtakt" fliegen oder
vibrieren, oder statistisch ungeordnet. Der schon eingeführte
Gleichverteilungssatz folgt also nicht unmittelbar aus dem 1.
Hauptsatz. |
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Wir brauchen ein 2. Prinzip,
das klärt, welche der vielen mit dem 1. Hauptsatz
verträglichen Möglichkeiten wirklich vorliegt. |
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Diese Prinzip ist der 2.
Haupsatz der Thermodynamik, der im nächsten Unterkapitel behandelt wird.
Er dreht sich um den Begriff der Unordnung in Systemen, oder wie wir
das zukünftig nennen wollen, ihrer Entropie. |
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Hier die schnellen Fragen: |
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© H. Föll (MaWi für ET&T - Script)