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Mit dem Ausdruck "Eine
Welle" beschreibt man Schwingungsvorgänge im Raum und in der Zeit. |
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Schauen wir uns zunächst den
Begriff Schwingung näher an. Eine
"Schwingung" allgemeiner Art nur
im Raum liegt immer vor, wenn sich
irgendeine Eigenschaft periodisch im Raum ändert. Das kann die Farbe beim
Zebrastreifen sein, es kann aber auch z.B. das periodische Potential
U(x) eines Kristalls sein. |
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Die Grundeigenschaften einer Schwingung sind in
einem extra Modul
dargestellt. |
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In allgemeinster Form können wir jeden
periodischen Vorgang als
Fourierreihe beschreiben
und erhalten z.B. für ein periodisches Potential
U(x) |
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| U(x) |
= |
U1 · sin |
2p · x
a |
+ U2 · sin |
2p · 2x
a |
+ U3 · sin |
2p · 3x
a |
+ ... |
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Mit a = Gitterkonstante =
Wellenlänge der "Grundfrequenz". |
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Ganz allgemein bezeichnen wir als Schwingung alles, das wie im Beispiel oben
nur den Ort als Variable sowie eine
Wellenlänge als Parameter
enthält, auch wenn das nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch entspricht
(niemand redet im täglichen Leben von der Geländerstangenschwingung
oder von Zebraschwingungen bei Fußgängerüberwegen). |
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Hier zwei Beispiele: |
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Links die langweilige symbolische Darstellung
einer Sinusschwingung; rechts eine sehr hübsche Schwingung, für die
man schon eine sehr komplizierte zweidimensionale Fourierdarstellung braucht
(wir würden dazu natürlich unseren alten Trick benutzen und diese
Schwingung unendlich ausgedehnt machen, indem wir sie periodisch für beide
Richtungen ins Unendliche fortsetzen). |
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Statt dem Ort als Variable
können wir aber auch nur die Zeit
nehmen (Ort und Zeit kombinieren wir dann
als nächstes). |
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Eine Schwingung nur in der Zeit liegt beispielsweise vor, wenn wir die
Amplitude A einer stehenden (mechanischen, elektromagnetischen,
quantenmechanischen oder ... ) "Welle" am Punkt r
messen. Wir haben in der Fourierreihendarstellung. |
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| Ar(t) |
= |
Ar, 0 · sin w · t
+ Ar, 1 · sin 2wt
+ .. |
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Aussehen kann das so: |
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Wir haben eine
stehende Welle (eigentlich
müßten wir "stehende Schwingung" sagen), wie man sie z.B
bekommt wenn man ein dickes Seil an der Wand festmacht und dann kräftig
"schüttelt"). |
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Außer der im Raum definierten
Wellenlänge, haben wir jetzt auch noch eine Frequenz n zu berücksichtigen, definiert als der Kehrwert
der Zeit die vergeht bis eine Periode durchgeführt ist, d.h. eine
beliebige Ausgangsposition wieder erreicht ist. |
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Es ist gut, sich hier klar zu
machen, daß Wellenlänge und Frequenz in diesem Beispiel vollkommen unabhängig wählbar sind, sie
sind durch keine allgemeine Beziehung
gekoppelt. Für eine konkrete physikalische Anwendung kann es
natürlich eine Beziehung zwischen Wellenlänge und Frequenz geben, das
ist dann die Dispersionsfunktion des
jeweiligen Systems. |
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Eine
Welle
kombiniert im allgemeinen Raum und Zeit.
Allerdings unterscheidet niemand, auch nicht Wissenschaftler, immer sklavisch
"Schwingungen" und "Wellen" in voller Strenge - wir haben
das gerade eben auch nicht getan und von stehenden Wellen geredet. |
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Bei einer "richtigen" Welle gibt es
also sowohl periodische zeitliche Änderungen von was auch immer an einem
festen Punkt im Raum, als auch bei einem gegebenen Zeitpunkt periodische
Änderungen entlang einer Richtung im Raum. |
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Das hört sich kompliziert an, aber jeder
weiß was gemeint ist - denn jeder hat schon genügend
laufende Wellen gesehen. Und wenn wir
Wellen sagen, meinen wir im allgemeinen laufende Wellen, im Gegensatz zu den in der Zeit
oder im Raum stationären Schwingungen
oder auch stehenden Wellen. |
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Aber wie gesagt: So ganz sauber wird selten
unterschieden; Schwingungen sind der Grenzfall von Wellen, und meistens
weiß man aus dem Kontext oder aus der Formel eh' was gemeint ist. |
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Die Entstehung einer Welle
verdeutlicht man (und frau) sich am besten bei der Betrachtung von Wellen im
Ozean, von Schallwellen (die aber nicht so ganz gut zu sehen sind, wohl aber zu
hören) oder aber im schon stark abstrahierten (dafür aber sehr
einfachen) Fall von gekoppelten Pendeln |
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| Oben (a): System von gekoppelten Pendeln. Das erste
Pendel wird in die gezeigte Richtung ausgelenkt, die Welle pflanzt sich
senkrecht zur Auslenkungsrichtung fort (Transversalwelle). |
| Unten (b): Momentaufnahmen zu verschiedenen Zeiten
(t0 < t15) des Pendelsystems. Die
räumliche Periode der Welle ist l, ihre
Amplitude ist A. |
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Einfache Wellen, i.d.R. solche mit kleinen
Auslenkungen oder Amplituden, lassen sich oft durch eine Sinus-Funktion beschreiben. Die Auslenkung
y als Funktion von Ort und Zeit lautet dann
in der mathematisch einfachst möglichen Darstellung |
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| y(x, t) |
= |
A · sin |
æ
ç
è |
2p · |
æ
è |
x
l |
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n · t |
ö
ø |
ö
÷
ø |
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Die Gleichung enthält die
drei Bestimmungsstücke einer
Welle: |
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Die Amplitude A. |
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Die Wellenlänge l . |
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Die Frequenz n oder die
PeriodendauerT = 1/n. |
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Das Argument der Sinusfunktion ist die
Phase der Welle. Man erkennt an der
Phase, daß sich die Amplitude der Welle bei einer festen Zeit
t mit der Wellenlänge
l wiederholt. Die Frequenz der Welle ist die reziproke Zeit, die von der Welle benötigt
wird, um sich um eine Wellenlänge fortzupflanzen. |
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Es ist sehr wichtig sich klar zu
machen, dass bei dieser einfachst möglichen Sinuswelle die
Wellenlänge und die Frequenz nicht mehr unabhängige Größen sind. Es gibt
eine Beziehung zwischen diesen Parametern, die (notwendigerweise) noch eine
4. Kenngröße der Welle, nämlich ihre
Ausbreitungsgeschwindigkeit
(Besser
Phasengeschwindigkeit)
v enthält. |
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Dies Beziehung ist leicht
herzuleiten: In der Periodendauer T = 1/n hat sich die Welle offenbar genau um eine
Wellenlänge l fortgepflanzt. |
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Damit definiert sich die
Phasengeschwindigkeit v der Welle
als |
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Phasengeschwindigkeit deswegen, weil es ja nur die
Phase ist, die "läuft". Die Welle selbst hat in unserer
mathematischen Idealisierung kein Anfang und kein Ende - sie ist überall
schon da. Das einzige was sich "bewegt", ist die Phase. |
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Man denke an eine Welle auf dem Meer, die in
Richtung Strand auf einen zuläuft: Es sind nicht die
Wasser"teilchen" die laufen, auch wenn das so aussieht, es ist die
Phase der Welle. Die Wasserteilchen bleiben in Laufrichtung ortsfest, sie
bewegen sich nur auf und ab (außer bei Tsunamis!). |
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Für elektromagnetische Wellen im
Vakuum haben wir natürlich (???) v = c = Lichtgeschwindigkeit im
Vakuum. |
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Für andere Wellensorten muß die
Ausbreitungsgeschwindigkeit aber aus unabhängigen Größen
ermittelt werden. Die Schallgeschwindigkeit ist beispielsweise keine
Naturkonstante oder sonstwie "gegeben", sondern eine spezifische
Eigenschaft des betrachteten Mediums, die sich aus der Wechselwirkung der Atome
oder Moleküle ergibt (bei Festkörpern also mal wieder aus den
Bindungen). Bei gleicher Frequenz laufen Schallwellen deshalb verschieden
schnell durch verschiedene Materialien. |
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Anstelle der Frequenz n wird aus schreibtechnischen Gründen häufig
die Kreisfrequenz w verwendet; es gilt |
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So wie man statt der
Periodendauer T auch die Kreisfrequenz w = 2p/T verwenden
kann, nimmt man statt der Wellenlänge auch gerne den
Wellenvektor k,
definiert durch |
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Der Wellenvektor k wird spätestens
bei zweidimensionalen Problemen benutzt, da er zusätzlich zur
Wellenlänge l auch noch die Ausbreitungsrichtung der Welle angibt (die Richtung
des Wellenvektors liegt in der jeweilige Ausbreitungsrichtung). |
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Damit schreibt sich die Gleichung einer
eindimensionalen Welle in x-Richtung. |
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| y(x, t) |
= |
A · sin (k · x w · t) |
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Der Übergang zu drei Dimensionen, in denen sich dann
"unsere" Welle in irgendeine räumliche Richtung fortbewegt (und
noch ganz andere Wellen möglich werden) ist jetzt einfach: |
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Wir verwenden Vektoren, ersetzen x durch den
Ortsvektor r = (x, y, z)
und k durch k = (kx,
ky, kz), und erhalten |
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| y(r, t) |
= |
A · sin (k · r
w · t) |
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Die mit dieser Formel beschriebene
Welle heißt auch laufende ebene
Welle oder kurz ebene Welle; siehe
unten. |
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Räumliche
Darstellung einer ebenen Welle. Die Wellenfront pflanzt
sich überall in gleicher Weise senkrecht zum Wellenvektor fort. |
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Ebene
Wellen dieser Art haben einige wichtige allgemeine
Eigenschaften: |
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Entlang einer Wellenfront, die per definitionem senkrecht zum
k-Vektor verläuft und unendlich ausgedehnt ist,
herrscht immer die gleiche Amplitude, da
auf der Ebene der Wellenfront das Skalarprodukt k ·
r konstant ist. Wer das nicht sofort nachvollziehen kann,
sollte sich den Modul über
Vektorrechnung genau
ansehen. |
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Eine mathematische ebene Welle hat keinen Anfang und kein
Ende - weder in der Zeit noch im Raum. Sie kann damit immer nur eine Näherung an eine reale Welle sein. |
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Die
Ausbreitungsgeschwindigkeit ist v = n ·
l, wie oben schon
festgehalten - aber das gilt nur
für simple ebene einfache "Sinus"wellen. Es gilt im Allgemeinen
nicht mehr für die Überlagerungen mehrerer Wellen. |
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Das kann man am besten einsehen, wenn man sich
zwei ebene Wellen vorstellt, die sich nur im Vorzeichen der
Ausbreitungsrichtung unterscheiden und dann überlagern. |
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Das Ergebnis ist eine stehende Welle, mit einer
Ausbreitungsgeschwindigkeit von Null - obwohl die beiden Teilwellen für
sich mit jeder beliebigen Geschwindigkeit laufen können! |
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Aber auch für einfache ebene
Wellen muß die Ausbreitungsgeschwindigkeit keinewegs eine Konstante sein. Für elektromagnetische Wellen
ist c zwar die Lichtgeschwindigkeit, aber die ist nur im Vakuum eine absolute Konstante. Im
allgemeinen kann v von der Wellenlänge bzw. Frequenz
abhängen. |
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Der
funktionale Zusammenhang zwischen l und
n für eine einfache Sinuswelle, d.h. die
Funktion n(l)
heißt Dispersionsrelation. Die
Bestimmung der Dispersionsrelation für die interessierenden Wellen in
einem Material ist immer das erste Ziel
einer Theorie. |
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Man kann statt der Beziehung
zwischen Frequenz und Wellenlänge genausogut die Beziehungen zwischen
Kreisfrequenz und Wellenvektor, oder Energie (proportional zur Kreisfrequenz)
und Wellenvektor, oder ... nehmen. Großzügig nennen wir die
jeweilige Beziehung immer Dispersionsrelation. |
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Eine mathematisch
elegantere Darstellung einer ebenen Welle benutzt die
komplexen
Zahlen; wir erhalten durch Verwendung der
Eulerschen
Beziehung die Darstellung |
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| y(r , t) |
= |
A · exp [i · (k ·
r + w · t)] =
A · exp [i · k · r]
· exp [i · w ·
t] |
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Dabei wird in der klassischen
Physik bzw. in der Elektrotechnik stillschweigend vereinbart, daß immer
nur der der
Real-
bzw. der Imaginärteil
die real meßbare Situation beschreibt. |
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Dies
gilt nicht mehr in der Quantentheorie! Es ist eben eine der
Merkwürdigkeiten der Quantentheorie, daß die Wellenfunktion eine
"reale" komplexe Größe ist. Mutter Natur kümmert sich
nicht darum, ob wir das verstehen; es ist halt so. |
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Das ist vielleicht schwer zu akzeptieren, aber
das galt für die die irrationalen Zahlen auch mal. Pythagoras
ließ einen seiner Schüler sogar hinrichten, weil der Ketzer
behauptete, daß es irrationale Zahlen wirklich gäbe. Heute ist es viel
ungefährlicher, seinem Professor zu widersprechen, und auch das ist im
Wesentlichen eine Errungenschaft der Naturwissenschaft/Technik und nicht der
Philosophie. |
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© H. Föll (MaWi 2 Skript)