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Der 1. Hauptsatz der
Thermodynamik ist der Energieerhaltungssatz
inklusive der Wärme Q als Energieform. |
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In differentieller Form besagt er,
dass die Änderung der inneren Energie U des betrachteten
Systems gleich ist der (differentiellen) zugeführten Wärme
Q abzüglich der nach außen geleisteten
(differentiellen) Arbeit W. |
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Atomistisch betrachtet bestehen alle
Systeme aus Teilchen; thermodynamische Parameter oder Zustandsvariable wie Druck und Temperatur entstehen aus statistischen Betrachtungen
von Teilcheneigenschaften. |
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Die innere Energie ist nichts weiter als die in
den energetischen Freiheitsgraden
f residierende kinetische und potentielle Energie. |
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Freiheitsgrade für kinetische Energie sind
z.B. die Translation, Vibrationen, Rotationen. |
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Die Fundamentalformel, die die
Temperatur T auf ein Maß für die innere Energie
U zurückführt lautet: |
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Führt man bei konstantem Druck nur Wärme dQ zu,
wird trotzdem Arbeit durch die Volumenausdehnung dV
geleistet. |
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Da bei Festkörpern i.d.R. die
Bedingung konstanter Druck vorliegt, und die Effekte der Wärmeausdehnug
meist nicht interessieren, führt man als Maß für die innere
Energie eine neue Größe ein, die Enthalpie H. |
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Damit gilt sehr einfach dH
= dQ. |
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Eine erste sehr weitreichende
Konsequenz ergibt sich für die spezifischen Wärmen c
aller Materialien. |
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| cKrist, mol |
= cp, mol = |
½ · 6 · R = 3R |
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Insbesondere für Festkörper / Kristalle
muß gelten, dass sie alle dieselbe
konstante molare spezifische Wärme R (=
Gaskonstante) haben müssen. |
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Experimentell ist das nur für
"hohe" Temperaturen erfüllt. Dieses, in der klassischen Physik
unlösbare Dilemma, wird erst durch die Quantentheorie beseitigt. |
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Der 1. Hauptsatz verlangt nur
die Erhaltung der Energie, d.h. verbietet ein Perpetuum mobile 1. Art. |
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Er verbietet aber z.B. nicht, dass Arbeit nach
außen geleistet wird, indem sich das System abkühlt
(dQ); d.h. erlaubt ein Perpetuum
mobile 2. Art. |
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Das ist nicht in Einklang mit dem Experiment -
wir brauchen einen 2. Haupsatz, der ein Perpetuum mobile 2. Art ausschließt. |
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© H. Föll (MaWi 1 Skript)