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Innovationspreis 2021 der Landeshauptstadt Kiel an Prof. Sabah Badri-Höher
Sabah Badri-Höher

Foto: FH Kiel / Matthias Pilch

Prof. Dr. Sabah Badri-Höher, Zweitmitglied der Technischen Fakultät der CAU, erhält den angesehenen Innovationspreis 2021 der Landeshauptstadt Kiel. Dieser Preis wird alle zwei Jahre verliehen.

Professorin Dr. Sabah Badri-Höher ist Physikerin und Ingenieurin mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik und Informationstechnik. Seit zwölf Jahren leitet Sie die Arbeitsgruppe Digitale Signalverarbeitung an der Fachhochschule Kiel im Fachbereich Informatik und Elektrotechnik. Ihr Studium in Casablanca und Paderborn führte sie zunächst ans Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen sowie an die Hochschulen in Bremen und Oldenburg, bevor sie 2009 den Ruf an die FH annahm. An der Technischen Fakultät der CAU hält Sie regelmäßig eine Vorlesung zum Thema Unterwassertechniken. Mit zahlreichen Projekten gelang es ihr, die Unterwasser-Informationstechnik in Kiel aufzubauen und ihr internationale Sichtbarkeit zu verschaffen. Die autonomen Unterwasserroboter (AUV), die Frau Prof. Badri-Höher mit ihrem Team entwickelt, können in Zukunft beispielsweise zur Inspektion und Wartung von Offshore-Windparks eingesetzt oder als AUV-Schwarm im Flach- und Tiefwasser verwendet werden.

 

71. Sitzung der ITG-Fachgruppe "Signalverarbeitung und maschinelles Lernen"

ITG-fFachgruppentreffenAm 26. Februar wurde die 71. Sitzung der ITG-Fachgruppe "Signalverarbeitung und maschinelles Lernen" von der Wehrtechnischen Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und Forschung (WTD 71) durch Dr. Uwe Kretschmer und Dr. Jan Abshagen gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Prof. Schmidt) ausgerichtet. Fokus der Sitzung waren Anwendungen aus dem maritimen Bereich der Signalverarbeitung, der Messtechnik und des maschinellen Lernens, wobei mit insgesamt sechs Vorträgen rund um Neuentwicklungen im Bereich von SONAR-Systemen ein Schwerpunkt gesetzt wurde. Pandemiebedingt wurde die Sitzung online durchgeführt. Alles in allem hat alles gut funktioniert und es wurden zur 71. Sitzung erstmals auch Studierende zugelassen. Eine der studentischen Teilnehmerinnen, Karoline Seidel, sagte im Anschluss an die Sitzung: „Ich habe am ITG-Fachgruppentreffen teilgenommen, da ich gerade meine Abschlussarbeit im Bereich der Unterwassersignalverarbeitung schreibe und sehr an den Themen interessiert bin. Vor allem die Vielfältigkeit der in den Vorträgen behandelten Themen und wie an diesen theoretisch und praktisch geforscht wird, fand ich wirklich spannend.“ Die nächste Sitzung wird am 15. Oktober in Stuttgart, ausgerichtet von Prof. Bin Yang, stattfinden. Auch hier sind neben den Mitgliedern der Fachgruppe auch wieder interessierte Doktoranden und Studierende willkommen.

 

Baubeginn des Zentrums für vernetzte Sensorsysteme (ZEVS)
ZEVS - Martina Gerken

Prof. Martina Gerken freut sich, dass hier demnächst das Zentrum für vernetzte Sensorsysteme (ZEVS) entsteht. Sie hat die Planungen seit 2014 koordiniert. Es sind 21 wissenschaftliche Gruppen der CAU an der Thematik beteiligt. 20 Unternehmen und externe Einrichtungen haben ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bereits bekundet.

Die Entwicklung des Campus der Technischen Fakultät in der Kaiserstr. 2 schreitet voran. Kürzlich wurde das Baufeld für das neue Zentrum für vernetzte Sensorsysteme (ZEVS) vorbereitet. Im ZEVS sollen die an der CAU vorhandenen international herausragenden Forschungstätigkeiten im Bereich der Sensor­system­technik, Sensor­informations­technik und Sensor­system­modellierung gebündelt werden. Ab 2023 findet im Innovationszentrum sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Technologietransfer statt. „Das Zentrum soll ein Knotenpunkt für den regen Austausch innerhalb aller Forschungs-, Entwicklungs- und Industrieprojekte im Bereich der vernetzten Sensorsysteme in Schleswig-Holstein werden. Der regionalen Industrie sollen neueste Forschungserkenntnisse sowie optimal ausgebildete Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin sollen neue Ausgründungen durch eine umfassende Laborinfrastruktur sowie den engen Erfahrungsaustausch unterstützt werden, so dass auch innovative technologische Ausgründungen gute Erfolgschancen erhalten.“, erklärt Professorin Martina Gerken, die die Initiative und den Antrag um die EFRE-Mittel koordiniert hat.

Im ZEVS werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Elektrotechnik und Informationstechnik, Materialwissenschaft, Informatik, Medizin und Biologie gemeinsam die vernetzten Sensorsysteme der Zukunft erforschen. Dafür sollen 125 Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden. Es sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus rund 25 Arbeitsgruppen (inklusive fünf neuen Nachwuchsgruppen/Ausgründungen) angesiedelt werden.

Gleichzeitig wird auf dem Campus der TF der Bau eines neuen Hörsaalgebäudes sowie die Neugestaltung der Campus-Achse vorbereitet.

 

IEEE Brain Data Bank Challenge, Montreal, Canada: Award for Team University of Kiel

Montreal Award 2019Die IEEE Brain Initiative vergibt den Award für den zweiten Platz an die Team University of Kiel bei der IEEE Brain Data Bank Challenge, durchgeführt in Zusammenarbeit mit der IEEE Sensors Conference 2019. Das interdisziplinäre Forscherteam der Universität Kiel, bestehend aus Matthias Schneider, Maria Avitha Francis, Hendrik Lehmann, Igor Barg und Andreas Bahr, präsentierte ein innovatives Projekt zur Erkennung epileptischer Anfälle mit neuronalen Netzen für medizinische Implantate.

Ein epileptischer Anfall ist eine abnormale Aktivität des Gehirns, die durch eine schnelle Entladung großer Gruppen von Neuronen verursacht wird. Die Idee des Projektes ist es, einen Anfall frühzeitig zu Erkennen und durch die lokale Freisetzung von Medikamenten zu behandeln. Ein medizinisches Implantat soll zukünftig die biologischen Signale erfassen, die dann mit Hilfe eines Convolutional Neural Netzwerks (CNN) ausgewertet werden. Im Falle eines Anfalls wird eine elektrochemische Pumpe aktiviert, die für lokale Medikamentation sorgt. Das CNN wird offline mit ca. 40 - 50 Stunden EEG-Daten (Elektroenzephalogramm) trainiert und auf einem Low-Power-Mikrocontroller implementiert, der in das medizinische Implantat passt. Eine mögliche Implementierung eines solchen Netzwerks auf einem RISC-V-Mikroprozessor wird ebenfalls gezeigt.

Unterstützt wurde diese Arbeit durch die DFG-Forschungsprojekte Materials for Brain und SFB1261. Das DFG-geförderte Graduiertenkolleg 2154 "Materialien für das Gehirn" untersucht nano- und mikroskalige therapeutisch aktive Beschichtungen auf ihre Eignung als Implantate zur Behandlung von drei ausgewählten Erkrankungen des Gehirns.

 

Asia Communications and Photonics Conference (ACP 2019), Doktorand der Nachrichtenübertragungstechnik ausgezeichnet

ACP Award 2019Auf der diesjährigen Asia Communications and Photonics Conference, der größten Konferenz in der Asien-Pazifik Region zur optischen Kommunikationstechnik, in Chengdu, China, war der Lehrstuhl für Nachrichtenübertragungstechnik mit insgesamt vier Veröffentlichungen sowie einem eingeladenen Workshop Beitrag vertreten.

Dabei qualifizierte sich Herr Shi Li, Doktorand am Lehrstuhl für Nachrichtenübertragungstechnik, mit seinem Beitrag "Photonic Reservoir Computing enabled by Silicon Micro-Rings" als einer von 10 Finalisten für die begehrten Best Paper Awards und wurde mit dem Best Student Paper Award ausgezeichnet. In seiner Forschung untersuchte Herr Li einen photonischen Reservoir Computer (optisches künstliches neuronales Netz), der mit einem integrierten photonischen Schaltkreis realisiert werden kann. Die Ergebnisse entstammen einer Forschungskooperation zwischen der TU Dresden (Prof. Kambiz Jamshidi) und dem Lehrstuhl für Nachrichtenübertragungstechnik (Prof. Stephan Pachnicke) der CAU Kiel. Solche photonischen Reservoir Computer sollen es zukünftig ermöglichen, künstliche neuronale Netze mit sehr hoher Bandbreite und Energieeffizienz in der optischen Ebene zu realisieren.

 

Power Girls & Power Boys 2019

Power Girls and Boys 2019Bereits zum 11. Mal in Folge veranstaltete der Lehrstuhl für Leistungselektronik die Veranstaltung „Power Girls & Boys Tage“, um Schüler der 5. und 6. Klassen für technische Sachverhalte zu motivieren. Für die beliebte Veranstaltung hatten sich diesmal fast 60 Kinder beworben, so dass die 30 Teilnehmer/Innen ausgelost werden mussten. Am 26. und 27. Juli war es dann soweit, dass die Kinder kurz vor dem Start der Sommerferien an der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu Gast waren.

Den ersten Vormittag verbrachten die Nachwuchswissenschaftler mit einer Theorieeinheit. Begonnen wurde mit einer Einführung über Strom, Spannung und Leistung. Die anschließende Erklärung über Stromkreise, Dioden und LEDs führte dazu, dass fleißig diskutiert wurde. Anschließend wurden mit den Kindern die verschiedenen Arten erneuerbarer Energien besprochen und der preisgekrönte Film „Solarenergie-Spezial“ von Armin Maiwald aus der Sendung mit der Maus gezeigt. Hierbei zeigte sich die große Motivation sowie das Interesse der Kinder, die Sachverhalte tiefgründig zu verstehen. Das dabei erworbene Wissen wurde im Anschluss praktisch angewandt, indem eine kleine Schaltung, die „TicTac-Taschenlampe“ von jedem Kind selbst zusammengebaut wurde. Zuvor gab es eine praktisch Einführung in das Löten, bei dem jedes Kind aus Widerständen seine Initialien auf eine Lochrasterplatine löten sollte.

Im nächsten Projekt wurde es schon deutlich schwieriger: Eine Platine sollte selbstständig von den Kindern komplett mit Komponenten bestückt werden und am Ende ein blinkendes Herz darstellen. Dabei mussten die Kinder den filigranen Umgang mit dem Lötkolben lernen und auch die Polarisierung der Bauelemente beachten.

Die erworbenen Kenntnisse über die Solarzelle konnten am zweiten Tag in der Praxis angewendet werden, indem von jedem Kind eine selbstgebaute kleine Windmühle gebastelt wurde, deren Motor durch eine Photovoltaikzelle angetrieben wird.

Überraschenderweise waren die Power Kids so begeistert dabei, dass von der Möglichkeit zum Spielen in der Pause von der großen Mehrheit kein Gebrauch gemacht und stattdessen lieber weiter gearbeitet wurde. „Teilweise mussten wir die Kinder mehrfach deutlich bitten eine Trinkpause einzulegen, damit bei den hochsommerlichen Temperaturen von 33 Grad niemand umkippt“, schmunzelt Organisator Max Lutz vom Lehrstuhl für Leistungselektronik. Um das Spielerische jedoch nicht vollkommen außen vor zu lassen, wurde im letzten Projekt ein elektrischer Draht gebaut, den die Kinder komplett selbst entwerfen und formen durften.

Insgesamt freuen wir uns über die positive Resonanz der Kinder und ihrer Eltern, die uns während aber auch im Anschluss an die Veranstaltung per Mail erreichte. Zurück in die Schule wollte nach zwei Tagen niemand.

Ein großes Dankeschön geht in diesem Jahr an die Sponsoren WEB-Andresen, SH Netz, Nord Electronic Drivesystems, FT Cap, Siemens sowie den Förderverein der Technischen Fakultät, die die Aktion durch Finanz- oder Sachspenden unterstützen. Diesen Dank möchten wir insbesondere im Namen der Kinder und ihrer Eltern aussprechen.

Digitale Signalverarbeitung und Systemtheorie

  • color_key Prof. Dr. Gerhard Schmidt
Hochfrequenztechnik

  • color_key Prof. Dr. Michael Höft
Informations- und Codierungstheorie

  • color_key Prof. Dr. Peter A. Höher
Integrierte Systeme und Photonik

  • color_key Prof. Dr. Martina Gerken
Leistungselektronik

  • color_key Prof. Dr. Marco Liserre
Nachrichtenübertragungstechnik

  • color_key Prof. Dr. Stephan Pachnicke
Numerische Feldberechnung

  • color_key Prof. Dr. Ludger Klinkenbusch
Regelungstechnik

  • color_key Prof. Dr. Thomas Meurer
Sensor System Electronics

  • color_key Prof. Dr. Andreas Bahr
Vernetzte Elektronische Systeme

  • color_key Prof. Dr. Robert Rieger