Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen Materialwissenschaft

Sie suchen eine Herausforderung zwischen zwei Welten?


Dann sollten Sie sich die Studienrichtung des Wirtschaftsingenieurwesens einmal genauer ansehen.

Wirtschaftsingenieure lernen in ihrem Studium zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Wissensbereiche, die Wirtschaftswissenschaften auf der einen Seite und die Naturwissenschaften und Technik auf der anderen Seite, kennen. Im Gegensatz zu vielen anderen lernen Sie dabei aber, wo die Überschneidungen und Brücken zwischen diesen Wissenschaften liegen. Damit erhalten Sie den Schlüssel in der Forschung und Entwicklung bzw. in der Produktion, Wollen und Können gezielt aufeinander abzustimmen.

Aber was ist Materialwissenschaft?

Die Materialwissenschaft stellt eine Kombination von Natur- und Ingenieurwissenschaften für die Erforschung, Entwicklung und Herstellung von Werkstoffen dar. Dabei setzt sie die Erkenntnisse der Grundlagenforschung gezielt für die Erfüllung der Bedürfnisse unserer modernen Gesellschaft ein.
Sei es die Miniaturisierung von Mechaniken für die Nanowelten oder die Erzeugung von Energie aus regenerativen Quellen wie der Sonne - ohne moderne Werkstoffe und Prozesse aus der Materialwissenschaft wäre vieles nicht möglich.
Hierfür kombiniert die Materialwissenschaft die Naturwissenschaften und die Technik. Als interdisziplinären Studiengang verschafft er Ihnen einen nutzbaren Zugang zu verschiedensten Informationsquellen. Sei es Physik oder Chemie, sei es eine Formel herzuleiten oder anzuwenden, dieser Studiengang verbindet die unterschiedlichen Anforderungen, wie sie bei der Forschung und Entwicklung auftreten, und zeigt Konzepte und Lösungen hierfür auf.

Und wo ist nun der Wirtschaftsingenieur?

Der Wirtschaftsingenieur Materialwissenschaft erweitert diese Interdisziplinarität um ein weiteres Wissensfeld, die Wirtschaftswissenschaften. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht zu erwarten ist, so passt dieses weitere Wissensfeld zu den anderen. Es ergänzt Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten in den Bereichen der Betriebs- bzw.- Volkswirtschaftslehre. Nicht nur die Entwicklung und Herstellung von innovativen Materialien, sondern auch die Verfügbarkeit und Kosten dieser Güter zum Beispiel in der Produktion und Logistik stehen nun in Ihrem Fokus.

Voraussetzungen

Neben der Hochschulzugangsberechtigung, die in der Regel durch eine allgemeine Hochschulreife nachgewiesen wird, sollten Sie Spaß daran haben, über den Tellerrand zu schauen.  
Gute Kenntnisse sowie weitergehendes Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Fächern sind ebenso wichtig, wie eine grundlegende Allgemeinbildung für das Verständnis von gesellschaftlichen Zusammenhängen.
Für ein erfolgreiches Studium sind die Fähigkeiten zum analytischen Denken, zu konzentrierter Arbeit und zur raschen Durchdringung komplexer Zusammenhänge auf verschiedenen Wissensfeldern Voraussetzung. Gute Englischkenntnisse, hohe Belastbarkeit und konsequentes Zeitmanagement sind dabei wie in jedem Studium sehr förderlich.

Studienstruktur 

Unser akkreditierter Bachelorstudiengang ist ein sechssemestriger, modularisierter Studiengang, d. h. das Studium ist unterteilt in eine Reihe von Modulen. Jedes Modul ist dabei eine thematisch in sich abgeschlossene Lehreinheit und wird studienbegleitend geprüft. Die Teilnahme an den Modulen wird nach dem »European Credit Transfer System« (ECTS) bewertet, wodurch das Arbeitspensum für jedes Modul gewichtet wird. So unterstützen wir auch einen Studienaufenthalt an anderen (z. B. ausländischen) Universitäten, da eine Anerkennung von Studienleistungen, die Sie dort erbringen, ermöglicht wird. Durch die studienbegleitenden Prüfungen gibt es keine Abschlussprüfung am Studienende über alle Lehrinhalte, sondern Ihre Abschlussnote ergibt sich aus den Einzelnoten der Modulprüfungen.

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Das Studium gliedert sich in drei große Abschnitte. Im ersten werden Grundlagen auf allen Wissensgebieten gelegt, damit sie diese im zweiten Abschnitt miteinander verknüpfen und kombinieren können. Durch diese Vertiefung ihres Wissens sind sie in der Lage im dritten Abschnitt dieses in einer Praxisphase und einer Bachelorarbeit selbständig anzuwenden.

Im ersten Studienjahr werden somit die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen in Chemie, Physik und Mathematik gelegt. In den Wirtschaftswissenschaften erhalten Sie Grundlagen im Bereich der Betriebswirtschaftslehre.
Im zweiten Studienjahr werden Sie die mathematisch-naturwissenschaftlichen Ansätze und Denkweisen zur Materialwissenschaft kombinieren. Durch Laborpraktika wird dieses Wissen in die Praxis übertragen. Die Wirtschaftswissenschaften erweitern dabei das Spektrum auf die Mikro- und Makroökonomie der Volkswirtschaftslehre.

Im dritten Studienjahr werden sowohl die Kenntnisse der einzelnen Materialklassen und der Materialanalytik vertieft als auch durch gezielte Wahl die Kenntnisse in einem Aspekt der Betriebswirtschaftslehre.
In einer Projektarbeit sowie einer berufsorientierenden Praxisphase in Industrie oder Forschung wenden Sie nun beide Wissensfelder, das naturwissenschaftliche und das wirtschaftswissenschaftliche, auf eine Fragestellung an. Steht hier vor allem der praktische Aspekt der Ausbildung im Vordergrund, so kommt in einer abschließenden Bachelorarbeit die interdisziplinäre Theorie voll zur Geltung.

Perspektiven

Nach dem Bachelor können Sie entweder direkt in die Industrie wechseln oder unseren internationalen, akkreditierten und englischsprachigen Masterstudiengang besuchen. Mit dem Master sind Sie bestens auf den internationalen Arbeitsmarkt vorbereitet.
Wenn Sie in der Forschung bleiben möchten, besteht für Sie selbstverständlich die Möglichkeit, sich akademisch durch einen  Promotion bzw. Habilitation weiterzubilden.

 Noch Fragen?

Wenn Sie noch Fragen haben oder unseren Fachbereich besichtigen möchten, sprechen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail an Herrn Prof. Dr. A. Walter (Wirtschaftswissenschaften) oder Herrn Prof. Dr. F. Faupel (Materialwissenschaft) oder den Studiengangskoordinator Herrn Dr. O. Riemenschneider.