 |
Wir betrachten zunächst das
Wasser- (H2O) und das Ammoniak- (NH3)
Molekül. Die s - Orbitale der zwei Wasserstoffatome überlappen
mit einem je p- Orbital des Sauerstoffs. Hier sind zwei Besonderheiten
auffällig: |
|
 |
1. Die p-Orbitale sind
verzerrt; sie sind auf der H - Atom Seite größer als auf der
O - Atom Seite. Der Grund dafür ist, daß die Anwesenheit der
H - Atome die Bewegung der p-Elektronen des O Atoms etwas
ändert oder polarisiert. |
|
 |
2. Der Winkel zwischen den
Bindungsachsenist nicht 900, wie er eigentlich bei
p-Orbitalen sein sollte, sondern deutlich größer
(104,50). Das liegt daran, daß jetzt auf der
Wasserstoffseite des Moleküls im Mittel mehr negative Ladungen sind, die sich
abstoßen. |
 |
Als Konsequenz fallen die
Ladungsschwerpunkte nicht mehr zusammen, das Molekül ist
polarisiert und bildet einen
elektrischen Dipol. |
|
 |
Das Dipolmoment (= Ladung mal
Abstand) ist 6,2 · 10 30 C · m; es ist
verantwortlich für die hohe
Dielektrizitätskonstante
(er = 81) des Wassers. |
 |
Ähnlich beim Ammoniak. Statt
rechter Winkel finden wir 107,30. |
|
 |
Das Dipolmoment ist 5,0 · 10
30 C · m. |
 |
Aussehen tut das ganze so; links
Wasser, rechts Ammoniak. |
| |
|
|
|
|
| |
|
© H. Föll