| Strukturplanung
der Technischen Fakultät
1. Ausgangslage und Prämissen
1.1 Grundsätzliches
Die Professoren der Technischen Fakultät (im weiteren kurz:
"die TF") halten das Gründungskonzept (auf der Basis
des "HIS-Gutachtens" bzw. des Antrags an den Wissenschaftsrat)
"(Schaffung einer) vereinigten TF auf dem CAU-Campus; ausgebaut
auf je 10 Lehrstühle in den Bereichen: Informatik (Inf) und
Elektrotechnik (ET) sowie 5 Lehrstühlen im Bereich Materialwissenschaften
(MW) mit jeweils 1 Prof. C4, 1 Prof. C3, 4 wiss. und 4 nichtwiss.
Mitarbeitern"
nach wie vor für eine vernünftige und bereits sehr maßvolle
Planung: Im Vergleich mit anderen Technischen Fakultäten und
Universitäten liegt die TF mit diesem Personalausbau immer
noch eher am unteren Rand.
Die TF ist sich jedoch der seit längerem begrenzten Mittel
sowie der seit drei Jahren stagnierenden Studentenzahlen bewußt.
Sie ist daher bereit, zu akzeptieren, daß einige der geplanten
Professuren den ursprünglichen Bereichen Inf, ET und MW mittelfristig
noch nicht zur Verfügung stehen. Ebenso akzeptiert sie die
vorläufige Abordnung von durchschnittlich einer Stelle je Lehrstuhl
gemäß der oben angegebenen Ausstattung zugunsten der
TF-Infrastruktur sowie die Abtretung von 2 Stellen für wissenschaftliche
Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter (wiss. MA) an die CAU. Die Abtretung
ist zwischenzeitlich mit Stellen aus dem Bereich der Informatik
erfolgt.
Sie begrüßt weiterhin die Schaffung des Bereichs "Technomathematik"
und die engen Beziehungen zur GKSS Geesthacht, und nimmt in Kauf,
daß Ressourcen der TF in diese ursprünglich nicht geplanten
Kooperationen fließen.
Darüber hinaus ist das Fachgebiet Materialwissenschaft, obwohl
in der Lehre stark belastet, bereit, sich benötigte personelle
Ressourcen auch durch Kooperationen und Synergienutzung innerhalb
der CAU zu beschaffen.
Weiterhin muß die Informatik den künftigen Wegfall des
Instituts für Logik verkraften, aus dem wichtige Lehrimporte
bezogen wurden. In diesem Bereich muß durch eine gemeinsame
Anstrengung der Betroffenen eine Lösung noch gefunden werden.
Die TF hält jedoch je 9 Lehrstühle in Inf und
ET sowie4 Lehrstühle in MW für erforderlich, wenn
- in der Inf. der neue Bereich Ing.-Inf. seinem Ausbildungsprofil
entsprechen soll,
- in der ET die Breite des verbleibenden Fachangebotes einigermaßen
abgedeckt werden soll, wenn auch kaum besonders attraktiv oder
gar konkurrenzfähig zu anderen technischen Fakultäten
(zumindest) in Norddeutschland und
- in der MW das völlig neue Fach auch nur mit den wichtigsten
Themen angeboten werden soll.
1.2 Prämissen dieser Planung
Die Technische Fakultät nimmt zur Kenntnis, daß bei
der desolaten Lage der Landes- und Universitätsfinanzen der
weitere Ausbau der TF vorläufig weder auf der Basis der ursprünglichen
Planung noch auf der Basis des Planungsentwurfs von Anfang 1996
erfolgen kann. Die Fakultät legt deshalb hiermit eine Minimal-Strukturplanung
vor, in der zwei einfache Prämissen in Einklang gebracht
werden sollen:
1. Sicherstellung der Studiengänge
2. Minimaler Stellenzuwachs ab 1997
Dabei wird festgehalten, daß die Technische Fakultät
damit keineswegs langfristig auf den ursprüngliche Ausbauplan
verzichtet. Jedoch will die Technische Fakultät mithelfen,
den derzeitigen Engpaß der CAU und des Landes zu überwinden.
2. Fakten und Zahlen
2.1 Ursprüngliche Planung
Es liegen mehrere "ursprüngliche" Planungen vor
- vom Kabinettsbeschluß vom 20.2.1990 über die HIS-Planung
bis zur Empfehlung des Wissenschaftsrats - die sich erheblich unterscheiden.
Als Basis der ursprüngliche Planung wird hier der Antrag plus
Bescheid des Wissenschaftsrats zugrunde gelegt. Die daraus resultierende
Eckzahl für Stellen unterscheidet sich beträchtlich von
der überholten aber häufig erwähnten "Kabinettsbeschluß-Eckzahl":
Kabinettsbeschluß-Eckzahl: 250 Stellen
(25 C4; 25 C3; 200 MA).
Die heute verbindliche Eckzahl (kurz "Wissenschaftsrat-Eckzahl")
ergibt sich wie folgt: Zur obigen Eckzahl zu addieren sind
- 40 Stellen für Infrastruktur (nach Maßgabe des Wissenschaftsrat)
- eine C4 "Leerstelle" für Prof. Heuberger
- eine C3 Stelle und 2 MA für Prof. Heuberger (Zusage des
Ministeriums).
Damit ergibt sich die
Wissenschaftsrat-Eckzahl: 294 Stellen im Endausbau.
(26 C4; 26 C3; 242 MA)
Dazu kommen noch 16 Stellen für die Math.-Nat. Fakultät,
die notwendig sind, um die Lehrimporte für die TF erbringen
zu können.
2.2 Planung von Anfang 1996 als Basis des
neuen Antrags an den Wissenschaftsrat
In Planungsüberlegungen von Anfang 1996 (kurz "Konsolidierungsplanung"),
der sich überwiegend mit der Standortfrage beschäftigten,
war als neue Basis der Personalplanung eine gegenüber der obigen
Eckzahl schon stark reduzierte Stellenplanung angedacht. Zu den
im Haushalt 1996 vorhandenen 188 Stellen sollten noch 26 Stellen
in den Jahren 1997/98 dazukommen, es ergab sich die
Konsolidierungseckzahl:
214 Stellen.
2.3 Jetzige Strukturplanung
Die hier vorgelegte "Minimalstrukturplanung" führt
in Summe auf eine neue Eckzahl, die als Planungsgrundlage für
die nächsten Jahre genommen wird:
Minimalstrukturplan-Eckzahl: 188 + 18,5 = 206,5 Stellen
darin 7,5 Stellen aus dem Innovationspool der CAU und 11 neue Stellen
aus zukünftigen Haushalten
Gegenüber allen bisherigen Eckzahlen, insbesondere aber gegenüber
der Wissenschaftsrat-Eckzahl, ist eine erhebliche Reduzierung vorgenommen,
die mittelfristig die Lebensfähigkeit der Technischen Fakultät
gefährdet. Dabei ist zu beachten, daß selbst die Wissenschaftsrat-Eckzahl
nur minimal von Studierendenzahlen tangiert war, d.h. sie hat das
fachlich sinnvolle Minimum an Lehrstühlen zugrunde gelegt,
das zur Durchführung von Ingenieurstudiengängen erforderlich
ist.
2.4 Studiengänge und Lehrbelastung
Die Technische Fakultät hat in den Jahren seit Arbeitsaufnahme
im WS 91/92 drei Ing.-Studiengänge etabliert und den bestehenden
Studiengang "Diplom-Informatik" übernommen. Die besondere
Struktur von Ingenieurstudiengängen mit einem vergleichsweise
hohen Anteil von Pflichtlehrveranstaltungen führt dazu, daß
für die Durchführung der zwingend vorgeschrieben Vorlesungen
und Übungen unabhängig von den Studierendenzahlen heute
schon die Lehrkapazität der Professorenschaft voll ausgelastet
oder sogar überlastet ist; eine genauere Darstellung findet
sich im Anhang.
Dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß Forschungsfreisemester
die reale Kapazität weiter vermindern und ein echtes Wahlfachangebot
sowie die Betreuung von Seminaren, Studien- und Diplomarbeiten den
Lehraufwand erheblich vergrößern.
Beim derzeitigen Ausbaustand der technischen Fakultät sind
damit die Studiengänge weder quantitativ noch qualitativ abgesichert;
weitere Professuren müssen eingerichtet werden.
2.5 Derzeitige Stellen und Personalstruktur
Im Haushaltsgesetz 1996 sind in der Maßnahmegruppe MG 05
für die Technische Fakultät ausgewiesen:
Stellen insgesamt: 188
Zusammensetzung:
21 C4 (incl. Stelle für Hrn. Heuberger).
14 C3 (ohne Leerstelle Brocks, bei GKSS etatisiert)
96 wiss, MA (2 BATIa; 9BAT Ib; 14IIa; 68C1; 2A15; 1 A13)
57 nicht wiss. MA (36 BAT III - V; 20 BATVI/VII; 1 A10)
Besonderheiten: 12 Stellen sind gesperrt (8 wiss. MA; 4
nicht-wiss. MA)
Eine C3 Stelle ist durch Hrn. Stier (Ministerium) besetzt
Einige Stellen sind zur Zeit zwar nicht besetzt, werden aber verbindlich
für z.B neuberufene Kollegen reserviert. In Summe sind das
11 verbindlich reservierte und nicht disponible Stellen, die in
der nachfolgenden Tabelle bereits enthalten sind.
Die Aufteilung der besetzten Stellen auf die Fachgebiete und die
Infrastruktur stellt sich unter Einbeziehung der o.g. 11 Stellen
summarisch wie folgt dar:
|
Bereich
|
C4 Prof.
|
C3 Prof
|
Wiss. MA
|
Tech. MA
|
|
E-Technik
|
8 (inkl. Hbg.)
|
0
|
29,25
|
15
|
|
Mat.-Wiss.
|
3
|
1 (ohne Brocks)
|
14
|
7
|
|
Informatik
|
7
|
2
|
36,25
|
14,5
|
|
Techn.-Math
|
1
|
2
|
6
|
2
|
|
Inf.-Struk. Ost
|
0
|
0
|
4,5
|
15
|
|
Summe
|
19
|
5
|
90
|
53,5
|
Nach Maßgabe des Haushaltes 1996 und unter der Voraussetzung,
daß sowohl Hr. Stier die C3 Stelle räumen wird als auch
die Stellensperren spätestens 1997 aufgehoben werden, stehen
als disponible Stellen nominell zur Verfügung:
2 C4 Stellen
9 C3 Stellen
6 wiss. MA Stellen
3,5 nicht-wiss. MA Stellen
Es sei spezifisch darauf hingewiesen, daß in der Technomathematik
auch Stellen der Math.-Nat. Fakultät vorhanden sind, die hier
nicht berücksichtigt werden.
3. Struktur- und Personalplanung
3.1 Prämissen/Prioritäten
Erste Priorität bei allen Strukturüberlegungen der Technischen
Fakultät hat die Sicherstellung der notwendigen Qualität
und Quantität ihrer Studiengänge und Fachrichtungen. Gegenwärtig
ist der Ausbau der drei neuen Ingenieurstudiengänge besonders
dringlich.
Sicherstellung der Quantität bedeutet für alle Studiengänge:
- Abdeckung aller Pflichtveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen,
Praktika, Seminare, etc.) durch qualifiziertes Lehrpersonal
- Fachlich geprägtes Angebot an Lehrveranstaltungen zu Wahlpflichtfächern
im Umfang von mindestens 15 SWS pro Jahrgang (12 SWS "nach
freier Wahl" sind vorgeschrieben)
- Verfügbarkeit von mindestens 4 Fortgeschrittenen-Praktika
- Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitsplätzen in
ausreichender Zahl für Studien-, Diplom- und Dr.-Arbeiten.
Damit sind nahezu unabhängig von den jeweiligen Anfängerzahlen
unabweisbare Kapazitätsanforderungen definiert, die beim derzeitigen
Ausbaustand der Fakultät noch nicht abgedeckt sind.
Unter Sicherstellung der Qualität versteht die Fakultät:
- Hinreichende Breite und Tiefe des Lehrangebots.
- Lehre durch Professoren, die in ihrem Fachgebiet aktiv forschen,
unter Bedingungen, die international konkurrenzfähig sind.
- Absolventen, die in ihrer fachlichen Qualifikation keinen Vergleich
zu scheuen brauchen und die von der Wirtschaft nachgefragt werden.
Da die nach Gutachten des Wissenschaftsrats und nach Meinung der
Fakultät über den HH 96 hinaus noch erforderlichen 17
Prof.- und 89 MA-Stellen zur Zeit nicht mehr darstellbar sind, müssen
die noch verfügbaren Ressourcen so disponiert werden, daß
sie eine möglichst große Breitenwirkung erzielen, d.h.
alle neuen Professuren sollten mehr als einem Studiengang zugute
kommen. Dabei ist insbesondere die fachliche Schnittmenge zwischen
der Elektrotechnik und der Ingenieur-Informatik mit größter
Priorität auszubauen.
Weitere Prioritätensetzungen der Fakultät sind:
- Ausbau der Beziehungen zwischen der Materialwissenschaft und
fachlich benachbarten Instituten der CAU (z.B. Physik, Mineralogie,
Phys. Chemie) mit dem Ziel gemeinsamer Lehrveranstaltungen und
Kooperationen in der Forschung.
- Ausbau der Beziehungen zwischen der Materialwissenschaft und
der GKSS Geesthacht mit dem Ziel enger Kooperation in der Lehre
im Bereich metallische Werkstoffe und der gemeinsamen Nutzung
teurer Großgeräte.
- Sicherstellung und Ausbau der neuen Fachrichtung Technomathematik
sowie die Bildung eines Schwerpunktes mit dem Arbeitstitel "Numerisches
Rechnen in Elektrotechnik und Materialwissenschaft" zwischen
der Technomathematik und den genannten Fächern.
- Aufnahme von Beziehungen zu ausländischen Universitäten
3.2 Planung
Da die im folgenden angesprochenen Professuren nicht alle gleichzeitig
ausgeschrieben werden können, wird zwischen einer ersten und
einer zweiten Phase in der Umsetzung der Planung unterschieden.
Bei der derzeitigen generellen Planungsunsicherheit ist die Angabe
präziser Termine nicht sinnvoll; die beiden Phasen werden deshalb
lose wie folgt definiert:
Phase 1: Beginn sofort; Gründung von Berufungskommissionen
in der 2. Hälfte 1996.
Phase 2: Überlappend mit Phase 1; Anlauf in
der 1. Hälfte 97.
Im folgenden werden die wichtigsten Punkte der neu zu besetzenden
Professuren angesprochen.
3.2.1 Informatik
Phase 1
· Einrichtung eines C4 Lehrstuhls für Echtzeitsysteme
2. Es wird möglichst schnell eine C4 Professur für Echtzeitsysteme
ausgeschrieben und besetzt.
3. Der Lehrstuhl wird mit 4 wiss. und 2 nicht-wiss. Stellen ausgestattet.
· Einrichtung einer C4 Professur für Computer-Engineering
- Es wird möglichst schnell eine C4 Professur für Computer-Engineering
ausgeschrieben und besetzt. Diese Professur ersetzt die vorhandene
C3 Professur für Computer-Engineering; die Höherstufung
ist erforderlich, weil auf C3- Ebene keine Kandidaten vorhanden
sind. Die Stelle soll durch Umwidmung einer C3 Stelle geschaffen
werden.
- Der Lehrstuhl wird bewußt zunächst nur mit 2 wiss.
und 1 techn. MA ausgestattet.
Phase 2
· Einrichtung von zwei C3 Professuren für "Multimediale
Systeme der Informationsverarbeitung" und "Kommunikationssysteme"
- Es werden in 97/98 zwei C3 Professuren mit der o.g. Widmung
ausgeschrieben und besetzt.
- Jede Professur wird mit einer wiss. MA Stelle aus vorhandenen
Stellen der Informatik ausgestattet.
- Die betroffenen Personen werden in Räumen vorhandener
Lehrstühle untergebracht und vom Lehrstuhl organisatorisch
betreut.
3.2.2 Materialwissenschaft
Phase 1
· Ausstattung vorhandener Lehrstühle mit Personal
1. Besetzung von 2 Stellen für techn. MA am Lehrstuhl Föll
in 96/97; eine davon ist für die C3 Professur "Mikrostrukturanalytik"
reserviert mit Wirkung auch in der zentralen Analytik.
· Einrichtung einer C3 Professur für Leichtmetalle
2. Es wird schnellstmöglich eine gemeinsame Professur mit
der GKSS ausgeschrieben und besetzt. Die Stelle ist eine Stelle
der TF; die Professorin/der Professor wird in Kiel-Gaarden sitzen,
aber auch in Geesthacht eine Arbeitsgruppe leiten.
3. Die Professur wird von der Materialwissenschaft mit einer C1
bzw. einer BAT IIa Stelle ausgestattet. Weiterhin wird die GKSS
Stellen und Arbeitsmöglichkeiten für die Projektarbeit
in Geesthacht zur Verfügung stellen.
3. Die betroffenen Personen werden in Räumen des vorhanden
Lehrstuhls für Materialverbunde (Prof. Faupel) untergebracht
und vom Lehrstuhl organisatorisch betreut; zählen aber nicht
zu der dem Lehrstuhl formal zugeordneten C3 Professur.
Phase 2
· Einrichtung eines C4 Lehrstuhls für die Herstellung
komplexer Schichtsysteme.
- Es wird schnellstmöglich über den Innovationspool
der CAU oder durch Ausweisung im Haushalt ein Lehrstuhl mit der
Widmung "Herstellung komplexer Schichtsysteme" gebildet
und besetzt. Der Lehrstuhl ist dabei so zu gestalten, daß
er auch für die Math.-Nat Fakultät nutzbar ist.
- Alle Mitarbeiter-Stellen (für Planungszwecke: 4 wiss.
und 3 techn. MA) müssen über den Innovationspool der
CAU oder neugeschaffene HH-Stellen gestellt werden.
- Zur Ausstattung muß das im Planungspapier von Anfang
96 angesprochene Schichtlabor eingerichtet werden. Dies soll als
zentrale Einrichtung der TF, evtl. in Kooperation mit der FH Westküste
und der FH Kiel, am Standort Kiel-Gaarden errichtet werden. Die
Professur wird in Kiel Gaarden im Bau F mit ca. 500 qm untergebracht.
- Sollte sich die Einrichtung dieser Professur zusammen mit dem
zentralen Schichtlabor nicht wie angedacht bis 1998 realisieren
lassen, müssen Sondermaßnahmen vorgesehen werden.
3.2.3 Elektrotechnik
Phase 1
· Ausstattung vorhandener Lehrstühle mit Personal
Für vorhandene oder in Einrichtung befindliche Lehrstühle
werden 3 wiss. und 2 techn. Stellen reserviert.
· Einrichtung einer C3 Professur für Informations-
und Codierungstheorie
- Es wird schnellstmöglich eine Professur mit der o.g. Widmung
ausgeschrieben, die z.B. die Thematiken statistische Methoden
der Signaltheorie, Codierung bei der Übertragung und Verarbeitung
von Information, Fehlererkennung und Fehlerkorrektur abdeckt.
- Die notwendigen Mitarbeiterstellen werden aus dem Bestand der
Elektrotechnik (Lehrstühle "Nachrichtentechnik"
und "Systemtheorie") gestellt.
· Einrichtung einer C3 Professur für integrierte Höchstfrequenzschaltungen
- Es wird schnellstmöglich eine Professur mit der o.g. Widmung
ausgeschrieben, die z.B. die Thematiken Analyse und Synthese nichtlinearer
Schal-tungen, monolithische Integration, Gigabit-Elektronik und
gemischte ana-ge/digitale höchstfrequente ICs abdeckt.
- Die notwendigen Mitarbeiterstellen werden aus dem Bestand des
Lehrstuhls "Hochfrequenztechnik" gestellt.
· Einrichtung einer C3 Professur für numerische Feldberechnung
(in Verbindung mit der Technomathematik)
- Es wird schnellstmöglich eine Professur mit der o.g. Widmung
ausgeschrieben, die z.B. die Arbeitsgebiete numerische Berechnung
elektromagnetischer Felder, Entwicklung entsprechender Rechenprogramme,
Anwendungen (z.B. auf Optoelektronik, EMV, Elektrosmog) abdeckt.
- Die notwendigen Mitarbeiterstellen werden aus dem Bestand des
Lehrstuhls "Allgemeine und Theoretische Elektrotechnik"
gestellt.
Phase 2
· Einrichtung von 2 C3 Professuren im Bereich "Meßtechnik"
und "Leistungselektronik"
- Es wird möglichst schnell eine Klärung der endgültigen
Widmungen durchgeführt.
- Die notwendigen Mitarbeiterstellen werden aus dem Bestand der
Elektrotechnik gestellt.
· Einrichtung einer C4 Professur für "Systems-Engineering"
oder "Optoelektronik"
- Es wird möglichst schnell eine Klärung der endgültigen
Widmung durchgeführt.
- Die Professur wird mit 3 wiss. und 2 nicht-wiss. Stelle aussgestattet.
3.2.4 Technomathematik
Allgemeine Bemerkungen
In der grundlegenden Planung der Technomathematik wurde zwischen
TF, CAU und dem Ministerium beschlossen, die notwendigen Ressourcen
in einer gemeinsamen Anstrengung aufzubringen. Um sofort beginnen
zu können, wurden ein Teil der notwendigen MA durch den Leibniz-Preis
von Hrn. Hackbusch vorfinanziert. Die Ablösung sollte durch
die im Zuge des Aufbaus der TF für die Math.-Nat Fakultät
vorgesehenen Stellen erfolgen, d.h. innerhalb der Gesamtplanung
für die TF stellenneutral erfolgen. Die Darstellung dieser
Stellen erscheint z.Z. nicht mehr gesichert. Im folgenden wird die
Planung für die Technomathematik deshalb zweigleisig durchgeführt,
aufgetrennt nach Ressourcen, die noch von der TF gestellt werden
und die in den Summenzahlen zur TF enthalten sind, und nach Stellen,
die additiv notwendig sind.
Phase 1
· Ausstattung der vorhanden Professuren mit wiss. und techn.
MA
2. Die nach der ursprünglichen Planung vom Land noch zu stellenden
3 MA Stellen werden weiterhin benötigt; sie müssen ggf.
aus dem Innovationspool der CAU abgesichert werden
3. Die notwendigen Ressourcen zur Ablösung der zu Lasten des
späteren Haushalts über den Leibniz-Preis von Hrn. Hackbusch
vorfinanzierten 3 Stellen müssen ebenfalls ggf. über den
Innovationspool der CAU gestellt werden.
Diese 6 Stellen sind in den folgenden Tabellen nicht erfaßt;
für die Technomathematik erfolgt noch eine gesonderte Planung
in Absprache mit der Math.-Nat. Fakultät und dem Rektorat.
Bildung eines Schwerpunkts: "Numerisches Rechnen in Elektrotechnik
und Materialwissenschaft".
Berufung eines C3 Professors für Simulationsverfahren in der
ET. Diese Professur wird jedoch der ET zugeordnet und wird dort
aufgeführt. Die notwendigen MA-Stellen kommen aus dem Bestand
des Lehrstuhls "Allg. und Theoretische Elektrotechik".
Phase 2
Ausbau der bestehenden Professuren
Zum weiteren Ausbau und als Reserve, falls bei den in Phase 1 aufgeführten
Stellen Engpässe entstehen, werden 2 Stellen vorgehalten.
3.2.5 Infrastruktur
Phase 1 und 2
· Weiterer Personalaufbau im Dekanat und bei der zentralen
Analytik
1. Die als zentrale Einrichtung der Fakultät außerhalb
der Lehrstühle von Anfang an geplante zentrale Analytik wird
eingerichtet.
2. Die dafür geplanten 3 Stellen werden teilweise durch Umwidmung
vorhandener Mitarbeiter im bisherigen Zentralbereich "Grundpraktikum"
besetzt; die Stelle der Leiterin oder des Leiters ist jedoch zu
definieren und zu besetzen.
3. In 97/98 sind weitere MA für das Dekanat einzustellen (BATIIa
und BATIV); dabei soll insbesondere die interne EDV gestärkt
werden.
3.3 Zusammenfassende Darstellung
Die nachfolgende Tabelle zeigt summarisch den Bedarf der o.a. neuen
Stellen.
|
Bereich
Phase 1
Phase 2
|
C4
|
C3
|
Wiss. MA
|
Techn. MA
|
|
Inf. 1.Phase
|
1 (Echtzeitsyst.)
1 (Comp.-Eng.)
|
0
0
|
4
2
|
2
1
|
|
0
|
2
|
0
|
0
|
|
MW.
|
0
0
|
0
1 (Leichtmet.)
|
0
0
|
2 (Lehrstuhl)
0
|
|
(Dünnscht.) 1
|
0
|
4
|
3
|
|
ET 1. Prio
|
0
0
|
0
3
|
3 (Lehrstühle)
0
|
2
0
|
|
1
|
2
|
3
|
2
|
|
Infrastrukt.
|
0
|
0
|
1
|
1
|
|
0
|
0
|
2
|
1
|
|
S
S( 45
|
2 2
4
|
4 4
8
|
10 9
19
|
8 6
14
|
4. Umsetzung
Dem Bedarf der 1. Phase von 2 C4- und 4 C3-Professoren, 10 wiss.
MA und 8 techn. MA Stellen plus dem Bedarf der 2. Phase von 2 C4
und 4 C3-Professoren, 9 wiss. und 6 techn. MA Stellen zu Lasten
des Haushalts der TF, steht eine disponierbare Masse aus dem Haushalt
1996 von 2 C4, 9 C3, 6 wiss. MA und 3,5 techn. MA Stellen gegenüber.
|
Qualität
|
Disponierbar
|
Soll 1.Phase
|
Soll 2. Phase
|
Summe Soll
|
|
C4
|
2
|
2
|
2
|
4
|
|
C3
|
9
|
4
|
4
|
8
|
|
Wiss. MA
|
6
|
10
|
9
|
19
|
|
Tech. MA
|
3,5
|
8
|
6
|
14
|
|
Summe: 20,5
|
23
|
22
|
45
|
Zusätzlich zu den im Haushalt 1996 ausgewiesenen 188 Stellen
werden also weitere 24,5 Stellen benötigt. Dabei ist zu berücksichtigen,
daß nicht alle 24,5 Stellen kurzfristig benötigt werden,
sondern eine zeitliche Streckung über mehrere Jahre sinnvoll
sein wird.
Die Darstellung der 45 Stellen in obiger Tabelle wird von der TF
wie folgt geplant:
Phase 1
- Es wird eine C3 Stelle in eine C4 Stelle umgewandelt. Damit
wäre eine der zusätzlich benötigten 2 Stellen vorhanden.
- Die insgesamt benötigten 5 C3 (1x Umwandlung, 4 zu besetzende)
Stellen gehen zu Lasten des HH 96.
- Es werden 6 wiss. MA Stellen im Laufe der Jahre 96/97/98 aus
dem vorhandenen Bestand der Lehrstühle freigesetzt, davon
2,75 aus dem Bereich der Informatik, 1 aus dem Bereich der Materialwissenschaft
und 2,25 aus dem Bereich der Elektrotechnik, die mit den 10 benötigten
Stellen verrechnet werden. Die noch benötigten 4 Stellen
sind im HH 96 frei und werden in Phase 1 eingesetzt.
- Die o.g. evtl. kurzfristig nicht freien wiss. MA Stellen werden
in 1997/98 durch Unterbesetzung der dann noch freien C3 Stellen
abgedeckt.
- Die nach Einrechnung des HH 96 noch fehlenden 4,5 techn. MA
Stellen werden zum einen über den HH ´97, zum anderen
über den Innovationspool der CAU abgedeckt, u.U. auch durch
Transfer geeigneter Mitarbeiter anderer Fakultäten.
Phase 2
- Die C4-Stelle für Dünnschichttechnik wird, wie w.o.
angesprochen, entweder über den Innovationspool der CAU oder
durch Ausweisung im Haushalt gestellt. Dasselbe gilt für
die 4 wiss. MA, 3 techn. MA.
- Die C4-Stelle für Systems-Engineering/Optoelektronik wird
durch Ausweisung im Haushalt gestellt. Die 3 wiss. und 2 techn.
MA-Stellen werden über den Haushalt bzw. über den Innovationspool
beigebracht
- Die 4 benötigten C3 Stellen gehen zu Lasten des HH 96.
Die benötigten 5 C3 Stellen werden mit den vorhandenen Stellen
abgedeckt
- Die noch benötigten 2 wiss. MA Stellen sollen zu Lasten
des Haushalts 97 ff gehen.
- Die noch benötigten 1 techn. MA Stelle soll ebenfalls
zu Lasten des Haushalts 97ff gehen.
Damit werden die 45 Stellen summarisch wie folgt erbracht:
20,5 Stellen aus dem HH 96
6 Stellen aus Umwidmungen derzeit besetzter Stellen der TF
18,5 Stellen aus Zuwächsen in den HH 97ff und aus dem Innovationspool
Der Anspruch der TF an Land und CAU beschränkt sich damit
auf 18,5 statt 88 (aus Wissenschaftsrat-Eckzahl abgeleitet) weitere
Stellen in den nächsten Jahren, wobei ein nicht näher
spezifizierbarer, aber beachtlicher Teil über den Innovationspool
aus Beständen der CAU gestellt wird.
Weiterhin ist wichtig, daß die Rückwandlung von Wissenschaftlerstellen
in Technikerstellen in 1998, wie bei der bisherigen Planung unterstellt,
damit hinfällig wird.
Die Darstellung der zusätzlich benötigten 24,5 Stellen
(1 C4, 15 wiss. MA, 8,5 techn. MA) kann damit beispielsweise wie
folgt zusammengefaßt werden:
· 1 C4 Stelle: Eine C4 Stelle über den Innovationspool
der CAU oder durch Ausweisung in den Haushalten ´97 ff. (Die
zweite C4 Stelle wird durch Umwandlung einer vorhanden C3 Stelle
geschaffen.
· 13 wiss. MA Stellen: 6 Stellen von der TF, 4 Stellen
aus dem Innovationspool der CAU, 3 durch Zuweisung in die Haushalte
97ff.
· 10,5 techn. MA Stellen: 3,5 Stellen über den
Innovationspool der CAU, 7 Stellen durch Zuweisung in den Haushalt
98.
Die Aufteilung in zukünftige Haushalte - Innovationspool ist
dabei einigermaßen willkürlich und dient lediglich zur
Orientierung. Sie muß im Laufe der nächsten Jahre ständig
den Gegebenheiten angepaßt werden.
Anhang: Stand und Problematiken der Studiengänge
Beschreibung der Studiengänge
Studiengang Elektrotechnik:
Erste Studierende (wie Professoren) begannen im WS 91/92 mit diesem
Studiengang. Die drei ersten Absolventen schlossen in der außerordentlich
kurzen Zeit von 9 Semestern im SS 1996 ihr Studium ab, weitere 7
werden nach dem 10. Semester folgen. Diese 25% "Regelzeit-Studenten"
des ersten Jahrgangs waren nur möglich, weil die vorhandenen
Professoren, Mitarbeiter und Studierenden außerordentlich
flexibel auf Unzulänglichkeiten reagierten: Wegen der Breite
der notwendigen Pflichtausbildung mußten Fächer von "Fachfremden"
vertreten werden, Praktika mußtem mit externer Hilfe abgedeckt
werden, auf eine "Wahl" mußte im Wahlpflichtbereich
weitgehend verzichtet werden. Der jetzige Personalbestand sorgt
für eine bessere Verteilung im Pflichtbereich (nach wie vor
z.T. allerdings nur durch Vertretungen von außen) und minimale
Wahlmöglichkeiten. Selbst die gründliche Abdeckung der
drei (andernorts 5 - 15) Vertiefungsrichtungen geschweige denn einer
echten Wahl innerhalb dieser Vertiefungen (andernorts 20 - 30 Lehrveranstaltungen,
hier 8, darunter 4 Angebote zur Auswahl) ist bislang nicht möglich.
Fünf eingerichtete, eine gerade einzurichtende und eine demnächst
besetzte Professur plus eine Vertretung sind im Vergleich zu 12
bis 25 Hochschullehrern andernorts drastisch zu wenig.
Studiengang Informatik (Diplominformatiker):
Der Diplomstudiengang Informatik besteht in Kiel seit 1971 mit bisher
mehr als 600 Absolventen. Er umfaßt zur Zeit die Gebiete der
Kerninformatik sowie Softwareengineering und Kognitive Systeme.
Aber auch die Ingenieurinformatik wird von diesen Gebieten in wesentlichen
Teilen getragen. Die Aufnahme des Prüfungsgebietes 'Technische
Informatik' in die Diplomprüfungsordnung im Jahre 1994 unterstreicht
die Einbindung des Studiengangs in die Technische Fakultät.
Die dafür nötige personelle Unterfütterung ist im
Zusammenhang mit dem Ausbau des Ingenieurstudiengangs Informatik
zu realisieren.
Im Diplomstudiengang Informatik werden auch die Aufgaben, die sich
aus der Rolle der Informatik als universelles Querschnittsfach ergeben,
gegenüber den übrigen Fakultäten der Universität
wahrgenommen. Dies zeigt sich in der Fülle der für diesen
Studiengang zugelassenen Nebenfächern aus allen Fakultäten
der CAU. Umgekehrt wird die Ausbildung in Informatik als Nebenfach
zu den Fächern der übrigen Fakultäten vorrangig im
Rahmen des Lehrangebots im Diplomstudiengang Informatik bereitgestellt.
Gegenwärtig schreiben sich für die Nebenfachausbildung
in Informatik außerhalb der TF ebensoviele Studierende ein
wie für die beiden Informatik-Studiengänge im Hauptfach.
Studiengang Informatik (Diplomingenieur):
Dieser Studiengang begann erstmalig im WS93/94. Von den seit 1991
neu berufenen Professoren sind drei C3 Professuren (davon eine in
die Technomathematik überführt) zur Grundversorgung beider
Informatik-Studiengänge zu rechnen, 2 Professuren (1 C4 und
1 C3) sind spezifisch für den Ing.-Informatik Studiengang.
Leider hat der letztgenannte C3 Professor inzwischen einen C4 Ruf
angenommen, so daß der Ing.-Inf. Studiengang fachlich zu schwach
besetzt ist.
Die Ing.-Informatik muß deshalb verstärkt werden; darüber
hinaus sind die Synergien zur Elektrotechnik zu schaffen und zu
nutzen.
Studiengang Materialwissenschaft:
Obwohl hier im Vorlesungsangebot einschlägige Veranstaltungen
der Math.-Nat Fakultät besser genutzt werden können als
in der Elektrotechnik, sind doch die Anforderungen an Volumen und
Breite der Lehrveranstaltungen nicht wesentlich geringer als in
der Elektrotechnik. Die zur Zeit vorhandenen Professoren reichen
nicht aus, um ein in Breite und Tiefe hinreichendes Lehrangebot
sicherzustellen.
Die Materialwissenschaft hat jedoch mehrere Kooperationsmöglichkeiten
in der Lehre, insbesondere mit der GKSS in Geesthacht, dem ISiT
in Itzehoe sowie mit der Physik, der Chemie und der Mineralogie
innerhalb der CAU. Bei der vorliegenden Minimalplanung wird deshalb
zunächst davon ausgegangen, daß die Materialwissenschaft
ihren aus der Absicherung der Lehre stammenden zusätzlichen
Bedarf überwiegend durch Kooperationen und über den Innovationspool
der CAU befriedigen kann. Darüberhinaus lassen sich fehlende
Personalkapazitäten in beschränktem Umfang durch Investitionen
im Infrastrukturbereich ersetzen (z.B. durch Videokonferenzschaltungen,
"virtueller Professor"). Sollten sich diese Prämissen
jedoch als trügerisch erweisen, muß im Rahmen dieser
Prioritätenfestlegung neu geplant werden.
Fachrichtung Technomathematik:
Diese im WS 96/97 beginnende Fachrichtung ist Bestandteil des vom
Mathematischen Seminar getragenen Diplomstudiengang Mathematik und
stützt sich (in ihrem eigentlichen Technomathematikanteil)
insbesondere auf den zu diesem Zweck eingerichteten Bereich II des
Mathematischen Seminars sowie (in ihrem Nebenfachanteil) auf vorhandene
Veranstaltungen der Informatik, Elektrotechnik und Materialwissenschaft.
Da der Studiengang in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
angesiedelt ist, werden hier erstmalig Lehrveranstaltungen der TF
zu einem nicht abwählbarem Bestandteil eines Studiengangs außerhalb
der TF.
Zahlen zu den Studiengängen
Studiengang Elektrotechnik
1. Umfang 175 SWS
2. Differenzierung: 3 Studienrichtungen im Hauptstudiengang;
keine Nebenfächer
3. Pflichtvorlesungen: 29 Vorlesungen mit zusammen 90
SWS aus dem Bereich der Elektrotechnik
5 Vorlesungen mit zusammen 18 SWS aus dem Bereich der Mat.-Wiss.
2 Vorlesungen mit zusammen 12 SWS aus dem Bereich der Informatik
7 Vorlesungen mit zusammen 39 SWS aus der Math.-Nat. Fakultät
4. Wahlpflichtvorlesg.: 12 SWS "nach freier Wahl";
d.h. minimal 15 SWS im Angebot der Fakultät erforderlich
5. Sonstiges: 10 SWS Nichttechnisches Wahlfach
Mindestens 5 Praktika mit 20 SWS
3 Mon. Studienarbeit
6 Mon. Diplomarbeit
18 Prüfungen, nahezu alle schriftlich
6. Lehrbelastung ET: Mindestumfang Lehrangebot = 105
SWS im Jahr; 52 SWS pro Semester
Damit nominelle Lehrbelastung pro Prof. und Semester (ohne Heuberger,
aber mit Nachrichtentechnik) durch Vorlesungen: 52/7 = 7,4 SWS.
Dazu kommen noch Betreuung von Diplom- und Dr.-Arbeiten, Seminare
und Wahlfachvorlesung über das Mindestangebot hinaus.; die
reale Lehrbelastung liegt damit weit über 8 SWS.
7. Bemerkungen: Die reinen Pflichtveranstaltungen beanspruchen
damit einen Großteil der vorhandenen Lehrkapazität. Selbst
bei Abzug der Übungen zu den Vorlesungen, die oft nicht von
Professoren direkt gehalten werden, bleibt nur noch wenig Freiraum
für Wahlfachvorlesungen. Damit besteht faktisch keine Wahlmöglichkeit,
dies verringert entscheidend die Attraktivität und die Konkurrenzfähigkeit
der TF. Weiterhin sind wichtige Bereich der Elektrotechnik fachlich
durch die vorhandenen Professoren nur ungenügend abgedeckt;
hier müssen weitere Experten dazukommen.
Studiengänge Informatik
A) Studiengang Informatik (Diplom-Ingenieur)
1. Umfang 175 SWS
2. Differenzierung:
Schwerpunktbildung innerhalb von drei Wahlpflichtbereichen.
3. Pflichtvorlesungen:
(a) 4 Vorlesungen mit zusammen 20 SWS aus dem Bereich Informatik
im Grundstudium
(b) 5 Vorlesungen mit zusammen 19 SWS aus dem Bereich Informatik
im Hauptstudium
(c) 4 Vorlesungen mit zusammen 15 SWS aus dem Bereich der Elektrotechnik
(d) 2 Vorlesungen mit zusammen 8 SWS aus dem Bereich der Materialwissenschaft
(e) 8 Vorlesungen mit zusammen 43 SWS aus der Math.-Nat. Fakultät
4. Wahlpflichtvorlesg.: (a) 4 Vorlesungen mit zusammen 24
SWS aus dem Bereich Informatik im Hauptstudium
(b) 2 Vorlesungen mit zusammen 12 SWS aus dem Bereich Elektrotechnik/Materialwissen-schaft
im Hauptstudium
5. Sonstiges: (a) 8 SWS aus einem nichttechnischen Bereich
(b) 5 Praktika mit zusammen 20 SWS
(c) Industriepraktikum oder Studienarbeit (3 Monate)
(d) Diplomarbeit (6 Monate)
6. Lehrbelastung Inf.:
Mindestumfang für den Ingenieurstudiengang Informatik: 84
SWS im Jahr, d.h. 42 SWS pro Semester. Als nominelle Lehrbelastung
pro Dozent und Semester ergibt sich unter Berücksichtigung
der zusätzlichen Lehrbelastung im Diplomstudiengang Informatik
und unter Berücksichtigung der gemeinsamen Veranstaltungen
in beiden Studiengängen eine Semesterwochenstundenzahl von
99 SWS/9 = 11 SWS. Dazu kommt noch die Betreuung von Diplomarbeiten
und Dissertationen in beiden Studiengängen. Bei diesem Mindestumfang
wurden nur für das Seminar und das Fortgeschrittenenpraktikum
Wahlmöglichkeiten aus jeweils drei Bereichen für die Studierenden
berücksichtigt, jedoch keine Wahlmöglichkeiten bezüglich
der Vorlesungen, die für eine fachliche Vertiefung der drei
Studienschwerpunkte unabdingbar sind.
7. Bemerkungen:
Die neun Informatikdozenten tragen z.Zt. sowohl den Ingenieurstudiengang
Informatik als auch den Diplomstudiengang Informatik und bieten
zusätzlich für Nebenfächler Spezialvorlesungen an
(z.Zt. 12 SWS im Jahr). Die Belastungszahl von 11 SWS zeigt den
Personalengpaß deutlich. (Hierbei wurde, wie in den Aufstellungen
zu den anderen Studiengängen der Technischen Fakultät,
der Anteil an Übungen mit zu den Vorlesungen gerechnet.)
B) Diplomstudiengang Informatik (Diplom-Informatiker)
1. Umfang 156 SWS bis 167 SWS, je nach gewähltem Nebenfach
2. Differenzierung:
(a) 4 Studienschwerpunkte im Hauptstudium und 11 strukturierte Nebenfächer
(b) Für weiter 12 Hauptstudiengänge und für die Magisterstudiengänge
der Philosophischen Fakultät ist Informatik Nebenfach. Dafür
wird ein spezielles Nebenfachangebot in Informatik bereitgestellt.
3. Pflichtvorlesungen:
(a) 5 Vorlesungen mit zusammen 26 SWS aus dem Bereich Informatik
(b) 5 Vorlesungen mit zusammen 30 SWS aus der Mathematik
(c) 1 Vorlesung mit 6 SWS aus dem Bereich der Logik
4. Wahlpflichtvorlesg.:
(a) 8 Vorlesungen mit zusammen 48 SWS aus dem Bereich Informatik
(b) 2 Vorlesungen mit zusammen 12 SWS aus dem Bereich der Mathematik
(c) 5 bis 12 Vorlesungen aus den Bereichen des jeweils gewählten
Nebenfachs mit zusammen 28 bis 39 SWS
5. Sonstiges:
(a) Minimal 2 SWS aus einem weiteren nichttechnischen Bereich
(b) 3 Praktika mit zusammen 16 SWS
(c) 2 Seminare mit zusammen 4 SWS
(d) Industriepraktikum oder Studienarbeit (3 Monate)
(e) Diplomarbeit (6 Monate)
6. Lehrbelastung Inf.: Mindestumfang für den Diplomstudiengang
Informatik: 142 SWS im Jahr, d.h. 71 SWS pro Semester. Mindestumfang
des Informatikangebots für die Studierende anderer Hauptfächer
aus anderen Fakultäten (nur spezielle Zusatzveranstaltungen
werden hier gerechnet) 12 SWS im Jahr. Damit ergibt sich eine nominelle
Lehrbelastung pro Dozent und Semester unter Berücksichtigung
der zusätzlichen Lehrbelastung durch den Ingenieurstudiengang
Informatik abzüglich der für beide Studiengänge gemeinsamen
Veranstaltungen von (77 + 42 - 20) SWS/9 = 11 SWS. Dazu kommt
noch die Betreuung von Diplomarbeiten und Dissertationen.
7. Bemerkungen: Die oben genannten Zahlen beschreiben das
Mindestlehrangebot, das notwendig ist, damit beide Studiengänge
gemäß den Diplomprüfungsordnungen studiert werden
können. Die Überbelastung der Dozenten wird z.Z. durch
Vergabe von Lehraufträgen an wissenschaftliche Mitarbeiter
etwas gemildert.
Studiengang Materialwissenschaft
1. Umfang 175 SWS
2. Differenzierung:
nur über Wahlpflichtfächer; keine Nebenfächer
3. Pflichtvorlesungen:
19 Vorlesungen mit zusammen 57 SWS aus dem Bereich derMat.-Wiss.
5 Vorlesungen mit zusammen 18 SWS aus dem Bereich der Elektrotechnik.
2 Vorlesungen mit zusammen 12 SWS aus dem Bereich der Informatik
10 Vorlesungen und ein Praktikum mit zusammen 51 SWS aus der Math.-Nat.
Fakultät
4. Wahlpflichtvorlesg.:
12 SWS "nach freier Wahl"; d.h. minimal 15 SWS
im Angebot der Fakultät erforderlich
5. Sonstiges:
10 SWS Nichttechnisches Wahlfach
Mindesten 6 Praktika
3 Mon. Studienarbeit
6 Mon. Diplomarbeit
18 Prüfungen, viel davon schriftlich
6. Lehrbelastung MW:
Mindestumfang Lehrangebot = 71 SWS im Jahr; 35 SWS pro Semester
Damit nominelle Lehrbelastung pro Prof. und Semester (mit Jäger
und mit Lehrverpflichtung 4 SWS für Brocks, Föll) durch
Vorlesungen: 35/4 = 8,7 SWS bei nomineller Berücksichtigung
der Verminderungen. Die vorhandene Lehrkapazität von
(3 x 8) + (2 x 4) = 32 SWS reicht also schon zu Abdeckung des Pflichtangebots
nicht aus, geschweige denn zum Angebot von weiteren Veranstaltungen.
7. Bemerkungen:
Siehe Elektrotechnik, wobei die Problematik der fehlenden Breite
hier noch gravierender ist.
|