| Kooperationen
der Technischen Fakultät mit
der Wirtschaft
(Frank Paul, März 1999)
Vorwort
Vor gut zwei Jahren wurde anläßlich der Prüfung
durch den Landesrechnungshof ein erster Bericht über die Kooperationen
verfaßt, die die Technische Fakultät (TF) mit der Wirtschaft
pflegt. Nunmehr ergibt sich erneut die Notwendigkeit, diesen "alten"
Bericht zu aktualisieren und die Aktivitäten der Technischen
Fakultät (TF) außerhalb der Lehre und der Grundlagenforschung
zu dokumentieren, denn die Professoren sind nach dem Hochschulgesetz
(HSG) lediglich der Forschung und Lehre verpflichtet; eine Änderung
steht allerdings mit der neuen HSG-Novelle bevor. Eine Zusammenarbeit
mit Wirtschaftsunternehmen ist zur Zeit im Hochschulgesetz nicht
gefordert. Trotzdem sah und sieht sich die TF in der Pflicht, mit
den Erkenntnissen der eigenen Forschung, dem vorhandenen Expertenwissen
sowie der nutzbaren Infrastruktur den Unternehmen des Landes zu
helfen. Darüberhinaus will die TF ihre Ausbildung auch an den
Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren, um den Unternehmen
auf dem Arbeitsmarkt bestmöglich geeigneten wissenschaftlich-technischen
Nachwuchs bereitzustellen. Eine enge Kooperation mit der Wirtschaft
und ihren Institutionen ist deshalb unumgänglich, und hierzu
sind die Lehrkräfte und Mitarbeiter der TF auch bereit.
Im folgenden werden die bis heute erfolgten Kooperationen, Maßnahmen
zur Verbesserung der schleswig-holsteinischen Infrastruktur und
künftige Perspektiven dargelegt.
Firmenkontakte
Unmittelbar nach Arbeitsaufnahme der ersten drei Professoren (für
Ingenieurwissenschaften) erfolgten zahlreiche Firmenbesuche in der
näheren und ferneren Umgebung Kiels, um das Potential von Kooperationen
zu ergründen. Zu den besuchten Firmen gehören u.a. Kuhnke/Malente,
Salzgitter-Elektronik/Flintbek, das Technologiezentrum/Raisdorf,
VW/Wolfsburg u.v.m. In der Folgezeit gelang es, über das reine
Kennenlernen hinaus Vereinbarungen zu treffen, die eine engere Zusammenarbeit
mit den Firmen zum Ziel hatten. Hierzu gehören u.a. die Firmen:
Beyschlag/Heide, CEM/Itzehoe, DASA/ASE/Wedel, Dräger/Lübeck,
DST/Kiel-Wellsee, EGE/Gettorf, EGS/Suhl, Forbach/Bad Neustadt Saale,
Fibronix/Kiel, FOS Meßtechnik GmbH/Osterrönfeld, Intermetall/Freiburg,
Korth/Holtenau, HDW/Kiel, Krohne-Meßtechnik/Duisburg, Krupp
MAK/Kiel, Kuhnke/Malente, Linotype Hell/Kiel, LOTOS/Bad Oldesloe,
Ormecon Chemie/Ahrensburg, Nutech/Neumünster, Oberflächen
und Materialtechnologie GmbH/Lübeck, Proxitron/Elmshorn, Salzgitter
Elektronik/Flintbek, Schleswag, Siemens AT/Erlangen, Stiebel Eltron/
Berlin, Thesys/Erfurt, Thomson Brandt/Villingen, Wolters/Rendsburg,
Telekom (verschiedene Standorte), Zipperling/Ahrensburg, ZF/Friedrichshafen.
Die Professoren der Informatik können schon seit langem auf
zahlreiche und erfolgreiche Kooperationen mit und Beratungen von
lokalen, regionalen und überregionalen Firmen verweisen. Hier
sind zu nennen: Becker & Mohnberg Software/Kiel, CompuNet/Kiel,
Datenzentrale SH GmbH/Altenholz, DeltaT/Hamburg, Energie Systeme
Nord/Kiel, IC&C/Elmshorn, Koelsch & Altmann/München,
Sound Check/Bordesholm, TÜV Rheinland/Köln, ISATEC/Kiel,
ZFE Siemens/München, TECMATH GmbH/Kaiserslautern, PEC/Kaltenkirchen,
DST/Kiel, Dräger/Lübeck, Daimler-Benz/Stuttgart, DST/Kiel.
Eine Vielzahl der inzwischen zustandegekommenen Kooperationen hatte
bereits finanzielle Auswirkungen. In ausbaufähigem Rahmen konnten
Drittmittel aus den genannten Firmen eingeworben werden. Eine Ausnahme
ist die Firma Lotos in Bad Oldesloe. Hier floß in umgekehrter
Richtung fast eine halbe Million DM! Bei dieser Firma beschaffte
die TF Büromöbel in größerem Maßstab.
Das Design und die Produktion dieser Möbel wurde vom Gründungsdekan
Prof. Helmut Föll angeregt. Die Muthesius-Kunsthochschule entwarf
in einem Wettbewerb ökologisches, im Design zeitloses Büromobiliar,
das letztendlich von der schleswig-holsteinischen Firma Lotos in
Bad Oldesloe sehr erfolgreich produziert wird. Nutzen für das
Land sind natürlich die aus dieser Aktion stammenden Steuerzahlungen
und die Sicherung zahlreicher Arbeitsplätze.
Über die erwähnten Kontakte zu regionalen und überregionalen
Firmen hinaus hatten die neuberufenen Kollegen oftmals noch sehr
gute Verbindungen zu Firmen ihrer früheren Arbeitsumgebung.
Mit diesen Firmen haben die Professoren noch Drittmittelverträge.
Beispiele hierfür sind:
Gemetec, MEMC, Siemens (Föll), Bosch, DASA, Nokia, Medav,
Telekom (Heute), Fafnir/Hamburg, Körber AG/Hamburg-Bergedorf,
Philips/Hamburg (Knöchel), EGE Gettorf, Krohne Meßtechnik/Duisburg,
Kuhnke/Malente (Röck), DST (de Roever) u.v.m.
Aus diesen Kontakten ergaben sich Drittmittel in nicht unbeträchtlicher
Höhe, auch wenn sie noch nicht das Drittmittelaufkommen der
DFG, der EU oder des BMBF erreicht haben. Nicht unerwähnt bleiben
soll, daß sich die Technologiestiftung Schleswig-Holstein
und die Technologietransferzentrale nicht nur finanziell engagierten,
sondern auch bei der Kontaktaufnahme zu Unternehmen äußerst
behilflich waren.
Dies ist der Stand von vor etwa zwei Jahren. In der Zwischenzeit
haben sich die Kontakte mit den Unternehmen sowie die Drittmitteleinwerbung
äußerst erfreulich entwickelt. Auch wenn seit Anfang
der 90er Jahre zahlreiche Firmen schließen mußten, mit
denen sich Beziehungen zur TF hätten aufbauen lassen, konnte
mit einer Vielzahl weiterer Firmen eine intensive Zusammenarbeit
verwirklicht werden. Das Spektrum der Beziehungen reicht dabei von
Beratungen und Gutachten über Messungen von Kenngrößen
und ähnlichem bis hin zur grundlagenorientierten Forschungstätigkeit.
Letzteres erfolgt leider mehr mit süddeutschen Unternehmen
als mit norddeutschen, ein auffälliges Nord-Süd-Gefälle.
Dennoch kann die TF mit ihrer Ausstattung bei vielen Fragen, die
sich aus der unternehmerischen Tätigkeit der in Schleswig-Holstein
ansässigen Firmen ergeben, kompetent und unkompliziert helfen.
Es bleibt zu hoffen, daß sich hieraus weitere zukunftsträchtige
Projekte ergeben. Und hier muß einiges getan werden, damit
Schleswig-Holstein bei zukunftsträchtigen Technologien den
Anschluß behält.
In der folgenden Tabelle sind die einzelnen dem Dekanat bekannten
Kooperationspartner aus der Wirtschaft aufgelistet, die sich
in den letzten beiden Jahren neu ergeben haben. Die schleswig-holsteinischen
Unternehmen sind dabei an erster Stelle genannt. Darüber hinaus
gibt es auch noch zahlreiche Kooperationen mit universitären
und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die hier
aber nicht aufgeführt sind.
|
Unternehmen
|
Ort
|
Bundesland
|
Professor/ Partner
|
|
HDW
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Noack
|
|
Schleswag AG
|
Rendsburg
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Konzept Energietechnik GmbH
|
Eutin
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Getriebebau Nord GmbH, Enercon Nord GmbH
|
Bargteheide
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
GE Power Controls
|
Neumünster
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Danfoss Silicon Power GmbH
|
Nortorf
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Fehring
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Noack
|
|
Ormecon Chemie
|
Ahrensburg
|
Schleswig-Holstein
|
Noack
|
|
Schlötel
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Noack
|
|
Vishay Semiconductor Itzehoe GmbH
|
Itzehoe
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Poppe
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Noack
|
|
Jungheinrich GmbH
|
Norderstedt
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Enema
|
Raisdorf
|
Schleswig-Holstein
|
Röck
|
|
Dräger
|
Lübeck
|
Schleswig-Holstein
|
Röck
|
|
Stock
|
Neumünster
|
Schleswig-Holstein
|
Röck
|
|
Kuhnke
|
Malente
|
Schleswig-Holstein
|
Röck
|
|
EGE
|
Gettorf
|
Schleswig-Holstein
|
Röck
|
|
Hauni
|
Hamburg
|
Schleswig-Holstein
|
Röck
|
|
NIS
|
Raisdorf
|
Schleswig-Holstein
|
Röck
|
|
TÜV Nord
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Noack
|
|
CIMBRIA
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
de Roever
|
|
Krupp MAK
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Faupel
|
|
Bayer, ASE, Siemens
|
Leverkusen,..
|
Schleswig-Holstein
|
Föll
|
|
OK Media Disc Service
|
Nortorf
|
Schleswig-Holstein
|
Föll
|
|
Zipperling
|
Ahrensburg
|
Schleswig-Holstein
|
Weppner
|
|
Repenning
|
Lübeck
|
Schleswig-Holstein
|
Weppner
|
|
Muschelzüchter Erzeugergemeinschaft
|
Wyk auf Föhr
|
Schleswig-Holstein
|
Weppner
|
|
Draeger
|
Lübeck
|
Schleswig-Holstein
|
Weppner
|
|
VST
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Kandzia
|
|
Weier GmbH
|
Eutin
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Temic Semiconductors GmbH
|
Itzehoe
|
Schleswig-Holstein
|
Jäger
|
|
b+m
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Langmaack
|
|
Windtest GmbH
|
Kaiser-Wilhelm-Koog
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Zöllner GmbH
|
Kiel
|
Schleswig-Holstein
|
Fuchs
|
|
Me-Meerestechnik Elektronik GmbH
|
Trappenkamp
|
Schleswig-Holstein
|
Weppner
|
|
IC&C
|
Itzehoe
|
Schleswig-Holstein
|
Langmaack
|
|
Krohne
|
Duisburg
|
Nordrhein-Westfalen
|
Röck
|
|
Schorch GmbH
|
Mönchenglad-bach
|
Nordrhein-Westfalen
|
Fuchs
|
|
Quicktest
|
Langenfelde
|
Nordrhein-Westfalen
|
Noack
|
|
Bayer
|
Leverkusen
|
Nordrhein-Westfalen
|
Röck
|
|
Sennheiser
|
Wedemark
|
Nieder-sachsen
|
Faupel
|
|
Lenze
|
Hameln
|
Nieder-sachsen
|
Fuchs
|
|
NEC
|
Tokyo
|
Japan
|
Dirks
|
|
Still GmbH
|
Hamburg
|
Hamburg
|
Fuchs
|
|
Hauni GmbH
|
Hamburg
|
Hamburg
|
Fuchs
|
|
DTK
|
Hamburg
|
Hamburg
|
Langmaack
|
|
Philips Components
|
Hamburg
|
Hamburg
|
Seegebrecht
|
|
Philips Medicala Research GmbH
|
Hamburg
|
Hamburg
|
Fuchs
|
|
RWE-DEA
|
Hamburg
|
Hamburg
|
Langmaack
|
|
Euroatlas GmbH
|
Bremen
|
Bremen
|
Fuchs
|
|
DASA
|
Bremen
|
Bremen
|
Noack
|
|
Daimler-Benz
|
Berlin
|
Berlin
|
de Roever
|
|
Alstom AAS GmbH
|
Berlin
|
Berlin
|
Fuchs
|
|
Siemens
|
München
|
Bayern
|
Föll
|
|
Siemens AT
|
Regenburg
|
Bayern
|
Seegebrecht
|
|
Thomson Multimedia
|
|
Baden-Württem- berg
|
Seegebrecht
|
|
Microna/Intermetall
|
Freiburg
|
Baden-Württem- berg
|
Seegebrecht
|
|
ZF Friedrichshafen
|
Friedrichs-hafen
|
Baden-Württem- berg
|
Seegebrecht
|
|
Thesys
|
Erfurt
|
Thüringen
|
Seegebrecht
|
|
IBM Zürich Research Laboratory
|
Rüschlikon
|
Schweiz
|
Jäger
|
|
Bosch
|
Hildesheim
|
Nieder-sachsen
|
Heute
|
|
Nokia
|
Bochum
|
Nordrhein-Westfalen
|
Heute
|
Dienstleistungen
Die TF hat im Rahmen des Aufbaus eine Vielzahl von Geräten
erworben, die für Untersuchungen auch in der Wirtschaft interessant
sind. Für die einzelnen Unternehmen liegt die Anschaffung von
teurem Analysengeräts meist unter der Grenze der Wirtschaftlichkeit.
Das Gerät, das die TF für die Ausbildung ihrer Studierenden
beschafft hat, ist aber auch nutzbringend für die Wirtschaft
einsetzbar. Im wesentlichen unter der Leitung von Dr. Klaus Noack
wurden so zahlreiche Untersuchungen, Analysen und Gutachten angefertigt.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind an Firmen zu nennen:
ACO/Rendsburg, Gleich/Kaltenkirchen, HDW, Howmedica, Krupp, MAK,
Orthopädia, Wöhlk.
Die Ergebnisse der Untersuchungen für die Wirtschaft werden
bei Zustimmung durch den Auftraggeber auch in der Lehre genutzt.
Berufungsverfahren
Die TF bindet bei den Berufungsverfahren für Professoren der
TF grundsätzlich Vertreter der Wirtschaft mit ein. So wurde
und wird der Wirtschaft immer die Möglichkeit gegeben, die
inhaltliche Ausrichtung und Ausgestaltung der Professuren mitzugestalten.
Für die TF ist dies eine gute Gelegenheit, auf die konkreten
Bedürfnisse und Fragestellungen bei künftigen Kooperationen
mit regionalen Unternehmen bestmöglich einzugehen. Beispielhaft
seien an dieser Stelle einige Unternehmen genannt, die sich an den
Berufungsverfahren beteiligt haben: DASA/ASE (Leistungselektronik),
Hagenuk (Nachrichten- und Übertragungstechnik, Netzwerk- und
Systemtheorie, HF-Technik), Dräger und Kuhnke (Materialverbunde,
Sensorik und Festkörperionik). Weitere Firmen (z.B. SONY) wurden
um Beteiligung gebeten, haben aber in der Regel von einer Beteiligung
abgesehen, da sie über forschungs- bzw. entwicklungsorientierte
Abteilungen nicht verfügen.
Wissenschaftlicher Beirat
Zur Unterstützung des Gründungsdekans wurde Anfang 1992
vom Wissenschaftsministerium ein wissenschaftlicher Beirat eingerichtet.
Um nicht nur die wissenschaftliche Seite auftauchender Fragen beraten
zu können, sondern auch die Bedürfnisse der Wirtschaftsunternehmen
mitzuberücksichtigen, wurden in den Beirat Vertreter der IHK
und der Firmen Dräger, Hagenuk und Kuhnke berufen. Natürlich
war dies nur ein kleiner Ausschnitt aus der Wirtschaftslandschaft
Schleswig-Holsteins. Diesen Vertretern waren aber die globalen Probleme
und Wünsche der Wirtschaft an eine Technische Fakultät
geläufig, so daß ihre aktive Teilnahme eine Bereicherung
war. 1997 wurde der wissenschaftliche Beirat satzungsgemäß
wieder aufgelöst, nachdem er erfolgreich seine Aufgaben beendet
hatte.
Beiträge bei Veranstaltungen der Wirtschaft
1. IHK
Die IHK förderte intensiv die Gründung der TF. Auch nach
der formalen Gründung entwickelten sich enge Beziehungen. Wann
immer möglich, bezieht die Geschäftsführung der IHK
Vertreter der TF in Veranstaltungen der IHK mit ein. Kurz nach Dienstantritt
des Gründungsdekans erhielt dieser die Möglichkeit, die
Planungsgrundlagen und Ziele der TF interessierten Vertretern der
Wirtschaft darzustellen (ca. 60 Teilnehmer). Die IHK war darüberhinaus
vehementer Förderer der Gründung eines Fördervereins
der Technischen Fakultät ("ftf"). Ferner gibt die
IHK der TF Möglichkeiten der Werbung für ihre Studiengänge,
die im Rahmen einer Berufsberatung in den Räumen der IHK durchgeführt
wird . Für das obligatorische Industriepraktikum stellte die
IHK (Kiel, Flensburg und Lübeck) Adressenlisten von Unternehmen
kostenfrei zur Verfügung, um damit eine im Internet verfügbare
Datenbank zu erstellen. Diese Datenbank sollte (und soll weiterhin)
den Studierenden die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz
in der Industrie erleichtern. Auch für die Mitarbeiter der
TF ist diese Datenbank eine interessante Informationsquelle über
die Industrielandschaft Schleswig-Holsteins.
Die IHK bietet Existenzgründerseminare an. Zusammen mit dem
ftf wurde ein solches Seminar im Sommersemester 1996 und 1998 den
Studierenden und Mitarbeitern der CAU zum kostenfreien Besuch angeboten.
Mit diesem Seminar beabsichtigt die TF, Firmengründungen zu
forcieren. Da das Seminar sehr gut besucht wurde, wird es in Zukunft
regelmäßig angeboten.
2. KERN
Die TF wurde regelmäßig von dem Büro des KERN gebeten,
sich auf jährlichen Posterausstellungen der KERN-Region darzustellen.
Diesem Wunsch kam die TF grundsätzlich nach. Die TF beteiligt
sich immer an Veranstaltungen des KERN-Verbundes, wenn es um technologische
Fragen geht, zum Beispiel bei der Vergabe des Technologiepreises
und so weiter.
3. Treffen des Unternehmensverbandes
Wenige Wochen nach dem Dienstantritt gab es zwischen dem Dekan
und dem Vorsitzenden des Unternehmensverbandes in Rendsburg erste
Gespräche zu möglichen Wirtschaftskooperationen. Darüberhinaus
trifft sich der Unternehmensverband (UV) und das Rektorat der CAU
einmal jährlich zu einem Gedankenaustausch. Im Wechsel findet
dies beim UV und dem Rektorat statt. 1993 fand ein derartiges Treffen
in der TF statt, wodurch die noch junge TF die Gelegenheit erhielt,
sich einer größeren Anzahl von Vertretern der Wirtschaft
zu präsentieren.
Die letzte erfolgreiche Präsentation ihres Wirkens erfolgte
im August 1998 in Rendsburg anläßlich der gemeinsamen
Veranstaltung der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen
Wirtschaft, der Technologie-Region K.E.R.N., der Preussen Elektra
AG und der Schleswag AG. Die Ausstellung fand insbesondere bei den
Vertretern der Wirtschaft und der Politik eine positive Resonanz.
Im Mai 1999 ist geplant, diese Ausstellung im Landeshaus des schleswig-holsteinischen
Landtags zu wiederholen und den Landtagsabgeordneten die Leistungsfähigkeit
der noch relativ jungen Fakultät zu demonstrieren.
Der Förderverein
Im März 1995 wurde der Förderverein der Technischen Fakultät
e.V. (ftf) gegründet. In ihm sind Mitglieder der TF und der
Wirtschaft zusammengeschlossen, um die Verbindung zwischen Wirtschaft
und Universität zu verbessern und zu stärken.
Nicht nur die Verbindung zwischen Wirtschaft und Hochschule liegt
dem ftf am Herzen, vielmehr sollten Absolventen der TF auch für
eine selbständige Tätigkeit vorbereitet werden. So finanzierte
der Förderverein - wie oben erwähnt - die Existenzgründerseminare
in den Sommersemestern ´96 und ´98. Auch an den Fakultätsfeiern
anläßlich der Vergabe der Vordiplome und Diplomurkunden
ist der Förderverein maßgeblich beteiligt. Er stiftet
die Preise für die besten Vor- und Hauptdiplome, die für
den wissenschaftlichen Nachwuchs bei späteren Bewerbungen in
der Wirtschaft eine nicht zu unterschätzende Bedeutung haben.
Im Sommersemester ´97 unterstützte der Förderverein
das Kolloquium der TF mit Themen zur Qualitätssicherung. Die
Referenten zu den jeweiligen Terminen stammten ausnahmslos aus der
Wirtschaft. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Firma Hagenuk schuf
hierzu die entsprechend notwendigen Verbindungen zu den Wirtschaftsunternehmen
Schleswig-Holsteins.
Messebesuche
Die TF nutzt jede sinnvolle Beteiligung an Messen und Ausstellungen.
Die Messen eignen sich für die unterschiedlichsten Zwecke:
Kontaktaufnahme mit Industrieunternehmen, Kontaktbörsen für
Mitarbeiter der TF in Hinblick auf eine spätere Beschäftigung
in Firmen der freien Wirtschaft, Kennenlernen industriebezogener
Vorgehensweisen u.s.w.. Beispiele für Messebeteiligungen sind
die inzwischen regelmäßige aktive Teilnahme an der Cebit
und Hannovermesse, die Swiss Automation Week in Basel, die regionale
Combit-Messe und andere mehr.
Nachwort
Gegenüber dem Stand von vor zwei Jahren konnte die TF ihre
oben dargestellten zahlreichen Verbindungen zu regionalen und überregionalen
Wirtschaftsunternehmen erheblich ausweiten und intensivieren. Die
Beispiele der Technischen Fakultät in Erlangen, der TU Hamburg-Harburg
und anderer Fakultäten zeigen jedoch, daß sich auch in
Zeiten kräftigen wirtschaftlichen Wachstums eine erfolgreiche
und fruchtbare Zusammenarbeit erst etwa nach zehn Jahren der Existenz
einer Fakultät entwickelt. Zur Zeit sieht sich die technologieorientierte
Wirtschaft in Schleswig-Holstein manchmal eher auf dem Rückzug,
was das Knüpfen von belastbaren Kontakten natürlich erheblich
erschwert, die Professoren und Mitarbeiter jedoch nicht davon abhält,
Verbindungen zur Wirtschaft zu suchen. Mit Hilfe staatlicher und
halbstaatlicher Einrichtungen (Technologiestiftung, Technologietransferzentrale,
Wirtschaftsministerium, IHK, UV,...) wird die TF weiterhin versuchen,
Grundlagen neuer Technologien zu entwickeln und der Wirtschaft mit
ihrem Expertenwissen zur Lösung hochtechnologischer Probleme
bereitzustehen. Die TF sieht sich hier auf gutem Wege, sollte bzw.
muß aber von übergeordneter Seite auch weiterhin maßgeblich
unterstützt werden, um dem Ziel wirtschaftsfördernder
Kooperation näherzukommen.
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