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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Die Kostenrechnung der TF

 

 

--> Die Elemente der Kostenrechnung

Bereits 1992 wurden Kostenstellen als kleinste kostenverursachenden Wirtschaftseinheiten der Fakultät definiert. Neben den einzelnen Professoren sind dies insbesondere Bereiche der zentralen Dienste der Fakultät wie das Dekanat, die Werkstatt, die Bibliotheken, das Grundpraktikum, die Haustechnik, die Rechnerbetriebsgruppe und die Zentrale Analytik. Darüber hinaus gibt es eine Kostenstelle "Allgemeine Kosten", in der die wesentlichen Ausgaben aufliefen, die als Gemeinkosten (zunächst) keiner Kostenstelle zuzuordnen sind und somit von der TF insgesamt zu tragen sind.

Der Kostenstellenplan gibt Aufschluß über die zur Zeit eingerichteten Kostenstellen nebst Numerierung und haushaltstechnisch verantwortlicher Bearbeiterin

1996 wurde ein neuer Kostenartenrahmen eingeführt, den die Technische Fakultät zusammen mit der Fachhochschule Westküste in Heide formulierst hat. Die Umstellung des alten Kostenartenrahmens der Jahre 1992 bis 1995 auf den neuen bereitete keine nennenswerten Probleme. Ergänzungen der Kostenarten waren möglich.

Seit dem 1.1.2000 ist für die TF der Kostenartenrahmen der Universtität verbindlich. Problematisch ist hier jedoch die Tatsache, dass Einzelpositionen einer Rechnung nur einer Kostenart zugeordnet werden dürfen, obgleich sie sich hinsichtlich einer Zuordnung deutlich unterscheiden können.

In der TF wurden die uni-intern festgelegten Kostenarten noch in einer anderen Systematik zusammengefaßt (die Bezeichnung und Nummerierung wurde dabei jedoch beibehalten). Da sich der Haushalt der einzelnen Kostenstellen in "Allgemeine Betriebskosten", "Labor-" oder "Projektkosten" und "Investmittel" gliedert, wurden die Kostenarten der Bedeutung entsprechend in die TF-spezifische Gruppierung "Allgemeine Betriebskosten", "Labor-" oder "Projektkosten" und "Investmittel" einsortiert.

 

c) Kostenträger

Zur Erfassung aller Geschäftsvorgänge werden die beiden HIS-Programme HIS MBS (Mittelbewirtschaftungssystem) und HIS IVS (Inventarisierungssystem) verwendet ( HIS = Hochschulinformationssytem GmbH ). Trotz einiger bekannter Schwächen - hierzu gehören vor allem die eingeschränkten Auswertemöglichkeiten sowie eine fehlende Schnittstelle zur Aufnahme von verbuchten Inventar in die Inventarlisten - ist mit diesen beiden Programmen die Mittelverwaltung gut zu bewältigen. Die Finanzbuchhaltung, wie sie in der Regel vom Gesetzgeber her in der Wirtschaft vorgeschrieben ist (!), ist angesichts des derzeitigen Haushaltsrechtes (noch) nicht zwingend notwendig. Sie empfiehlt sich möglicherweise dennoch, sofern weitere betriebswirtschaftliche Verfahrensweisen in Landesbehörden Einzug nehmen werden. Die kamerale Buchhaltung ermöglicht zur Zeit keine periodengerechten Buchungen sowie Buchungen von Invest als Abschreibung im Rahmen der Anlagenbuchhaltung. Darüber hinaus ist die fakultätsinterne Verrechnung von Dienstleistungen nur mit unbefriedigenden Hilfskonstrukten möglich. Einnahmen sind im kameralen System nur unbefriedigend technisch abzuwickeln. Darüber hinaus behindert die Jährlichkeit der Haushaltsmittelzuweisung eine sachgerechte Beschaffung von Gütern.

Bei der Verbuchung von Geschäftsvorfällen gleich welcher Art werden folgende Daten erfaßt:

  • Haushaltskapitel (kameralistisch)
  • Titel (kameralistisch)
  • Festlegungsnummer (wenn Festlegung/Disposition vorhanden)
  • Kostenstelle
  • Kostenart
  • Kostenträger
  • Zahlungspartnernummer
  • Betrag
  • Rechnungsdatum
  • Rechnungsnummer
  • Verwendungszweck



Das Programm HIS-BAU erfaßt die Raumbelegung der Gebäude durch die einzelnen Kostenstellen. Die entsprechenden Daten bilden die Grundlage für die Umlage der Bewirtschaftungskosten auf die Kostenstellen. Zurzeit wird dies nur für die Kostenstellen auf dem Kieler Ostufer praktiziert.

Die Auswertung der Datenbanken von HIS MBS und HIS IVS erfolgt mindestens einmal pro Monat mit dem Programm MS ACCESS, da die HIS-Produkte eine nur eng begrenzte Möglichkeit der Auswertung und Weiterverarbeitung zulassen. Die Ergebnisse der Auswertungen werden als Kostenstellenblätter den Kostenstellenleitern verfügbar gemacht, z.Zt. leider noch schriftlich, da das MS ACCESS einen selektiven Zugriff auf die Datensätze der einzelnen Kostenstellen nicht zuläßt. Zukünftig sollen die Datenbanken nebst Auswertemöglichkeiten den Kostenstellen gezielt on-line verfügbar gemacht werden.

Zurzeit werden die Datenbanken in folgender Hinsicht ausgewertet:

  1. Erstellen von Kostenstellenblättern in hierarchischer Ordnung
    • Fakultät gesamt
    • Fachgebiete Elektrotechnik, Informatik, Materialwissenschaft, Zentrale Dienste, Sonstige
    • Kostenstellen

  2. Erstellen von Titelübersichten (kameralistisch)

  3. Auswertung der Bewirtschaftungskosten und Umlage auf die Kostenstellen

  4. Erstellung von Buchungssatzlisten nach beliebigen Kriterien. U.a. sind dies Kostenstellen, Anfangs- und Enddatum des betrachteten Zeitraums, Kostenträgern etc.

  5. Erstellen von Inventarlisten geordnet nach beliebigen Kriterien, wie z.B. Kostenstellen, Mittelherkunft, Räume.
Die Kostenstellenblätter und andere Auswerteunterlagen werden den Kostenstellenverantwortlichen monatlich bereitgestellt, damit diese ihren Haushalt überwachen können und daraus Entscheidungen ableiten können.

Über die erwähnten Auswertungen sind natürlich weitere frei definierbare denkbar und möglich. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang, daß das Land diejenigen Daten festlegt, die für die Finanzplanung von Seiten der Ministerien und des Parlaments entscheidend sind. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, daß nicht die Frage nach der zu verwendenden Hard- und Software die eigentliche Frage ist, sondern vielmehr die Festlegung der für die Planung und Überwachung erforderlichen Daten und Definition der Schnittstellen zur Übermittlung der Daten von den berichtspflichtigen Einrichtungen. Technisch sind alle Anforderungen lösbar. Wichtig ist zu wissen, welche Anforderungen gibt es überhaupt.

10.1.08